VIER PFOTEN: Auf der Spur vermisster Heimtiere

Chippen ja, aber nicht ohne "wenn und aber"

Wien (OTS) - Vermisste Katzen, entlaufene Hunde - für jeden Tierliebhaber eine beunruhigende Vorstellung. Um die Suche nach dem Vierbeiner zu vereinfachen forciert die Veterinärmedizinische Universität Wien das "Chippen" als zukunftsweisende Methode der Tierkennzeichnung. "Wichtig ist aber, dass nicht nur die Vor-, sondern auch eventuelle Nachteile der unsichtbaren Kennzeichnung bedacht werden", so die Meinung von Gabriela Kropitz vom VIER PFOTEN-Heimtier Service.

Zu bedenken geben die VIER PFOTEN, dass der Chip zwar auf Unbedenklichkeit getestet wurde, jedoch noch keine Langzeituntersuchungen vorliegen ob bzw. welche Auswirkungen das Implantat auf den Organismus des Tieres hat.

Beim Chippen wird ein winzig kleiner Datenträger mit allen Daten des Tierhalters ohne Narkose mittels Spritze unter die Haut gepflanzt. Viele Tierärzte und Tierheime verfügen inzwischen über ein geeignetes Lesegerät und der Tierhalter kann schnell ausfindig gemacht werden. "Entscheidend ist aber, dass diese Möglichkeit der unsichtbaren Kennzeichnung in der Bevölkerung bekannter wird, und das gefundene Tier auch wirklich auf einen Chip untersucht wird. Nur dann kann der Chip für die Widerauffindung eines Tieres Erfolg bringen", räumt Kropitz ein.

Der Chip stellt zu den herkömmlichen Kennzeichnungsmethoden eine mögliche Alternative dar. "Ein Halsband ist für Katzen nicht ungefährlich, und ein Hund kann sein Halsband oder die daran befestigte Hundemarke schon einmal verlieren. Auch eine Tätowierung stellt keine sichere Identifizierung dar, weil sie mit der Zeit meist unleserlich wird ", so Kropitz.

Als besonderen Service hat die Tierschutzorganisation eine Internetplattform ins Leben gerufen, die Tierfreunden einerseits die Suche nach dem entlaufenen Schützling erleichtern soll; und andererseits die Möglichkeit bietet, Informationen über zugelaufene Tiere online zu stellen.

Per Mail, Brief oder Fax nehmen die VIER PFOTEN Infos über zugelaufene und vermisste Tiere entgegen. Die Steckbriefe werden dann, am besten mit Foto, auf die "Vermisst" oder die "Gefunden" Site gestellt und können jederzeit abgerufen werden. Zusätzlich finden sich auf der Homepage umfangreiche Informationen darüber, was Tierfreunde noch tun können, wenn ein Tier vermisst oder gefunden wird.

Rückfragen & Kontakt:

VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
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Handy: 0664/308 63 03
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