ORF-"Treffpunkt Kultur"-Premiere von "Good Bye, Lenin"

Filmkomödie über die verschwundene DDR ab 9. Mai im Kino

Wien (OTS) - Kurz vor dem Fall der Berliner Mauer fällt eine selbstbewusste Bürgerin der DDR nach einem Herzinfarkt ins Koma - und verschläft den Siegeszug des Kapitalismus. Als sie nach acht Monaten wieder aufwacht, ist alles anders - und muss doch so bleiben, wie es einmal war: Das schwache Herz würde die Aufregung nicht überstehen. Auf 79 Quadratmetern Plattenbau lässt ihr Sohn Alex (Daniel Brühl) die alte DDR wieder auferstehen. "Good Bye, Lenin" wird in Deutschland von der Kritik bereits als die beste Filmkomödie aller Zeiten gefeiert, Ossis und Wessis - sechs Millionen Deutsche bisher -stürmen gleichermaßen die Kinos. Gestern, am Dienstag, dem 6. Mai 2003, kamen etwa 300 von ORF-"Treffpunkt Kultur" und filmladen geladene Gäste - darunter ORF-Wetterlady Isabella Krassnitzer, "Spurlos"-Fahnder Peter Resetarits, "Willkommen Österreich"-Reporter Volker Piesczek und der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Österreich, Hans-Henning Horstmann - das Wiener Künstlerhauskino zur Österreichpremiere von "Good Bye, Lenin", zu der auch Regisseur Wolfgang Becker und Hauptdarsteller Daniel Brühl gekommen waren. "Good Bye, Lenin" startet am 9. Mai 2003 in den Kinos.

Becker: "Wollte einfach eine raffinierte Geschichte erzählen"

"Es sollte kein Geschichtsunterreicht werden", sagte Regisseur Wolfgang Becker auf die Frage von Moderatorin Gaby Flossmann, was der Film denn nun sei: Komödie, Zeitgeschichte oder Familiendrama. "Ich wollte einfach eine raffinierte und lustige Geschichte als Mischung aus Tragödie und Komödie erzählen", so Becker. Hauptdarsteller Daniel Brühl, der elf Jahre alt war, als die Mauer fiel, hatte als "richtiges Muttersöhnchen" offenbar alle Talente, seiner Filmmutter Katrin Saß die "heile" DDR-Welt vorzugaukeln. "Dass jemand aus Liebe lügt, das hat mich fasziniert", so Brühl.
Wolfgang Becker - wie Brühl übrigens auch aus dem Westen Deutschlands - erzählte von den unterschiedlichen Reaktionen der Menschen im Westen und Osten auf den Film. "Die Wessis fragen mehr, weil die haben ja auch die größeren Wissenslücken. Die Ossis nehmen den Film sehr emotional auf." Das gehe so weit, dass die Leute etwa zu Katrin Saß kämen und sagen: "Danke für den Film, genauso war's."

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