ARA 2002: Nachhaltig erfolgreich - 13,9 Mio. Euro Einsparungen für die Wirtschaft

Wien (OTS) - Steigerung der Lizenzpartner auf über 13.000 - mehr als eine Million Sammelbehälter - damit für Konsumenten bequemstes Sammelsystem der Welt - Entlastung für die Wirtschaft auch für 2003 -Beratung von EU-Beitrittsländern - ARA als "Know-how-Drehscheibe"

Die ARA Altstoff Recycling Austria AG verzeichnete auch im Jahr 2002 Erfolge auf allen Linien. Neben der Akquisition neuer Kunden schaffte es das ARA System, die Sammel- und Verwertungsmengen zu erhöhen und gleichzeitig die Wirtschaft über Tarifsenkungen kostenseitig markant zu entlasten. Grund dafür ist, dass das ARA System auch nach 10 Jahren und bei einem eingespielten System intensiv an der Optimierung der Verpackungssammlung und -verwertung arbeitet und dass es gelungen ist, die kontrahierten Mengen zu erhöhen.

830 neue Kunden - darunter Tele2 und das Hotel Sacher

830 weitere Unternehmen hat die ARA als Neukunden gewonnen. Damit stieg die Kundenzahl per 31.12.2002 auf 13.051. Unter den neuen ARA-Lizenzpartnern befinden sich prominente Namen wie das Hotel Sacher oder Tele2 Telecommunication. Aber nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland war die ARA erfolgreich: Namhafte Neuzugänge waren hier etwa die Villeroy & Boch AG sowie die Levi Strauss Germany GmbH.

Akquisitionsschwerpunkte setzte die ARA 2002 vor allem in den Branchen Sanitär und Haustechnik, im Elektronikbereich und im Buchhandel.

ARA-Umsatz senkt Kosten für heimische Wirtschaft

Der Umsatz der ARA lag wie geplant 2002 unter Vorjahr. Durch die Erhöhung der Lizenzmenge (Erhöhung der Verpackungsmengen am Markt und Neuzugänge von Lizenzpartnern) überstieg er aber die Planzahlen und belief sich auf ca. 155,3 Mio. Euro. Im Vergleich dazu betrug der Umsatz 2001 162,82 Mio. Euro. Das bedeutet lediglich einen Rückgang von rund 7,5 Mio. Euro (ca. 4,6%), obwohl durch die Tarifreduktionen die Wirtschaft und die Konsumenten um rund 13,9 Mio. Euro entlastet werden konnten. "Wir waren in der Lage, die Serie der Kostensenkungen für Österreichs Wirtschaft fortzuführen. Ein geringerer Umsatz der ARA bedeutet auch niedrigere Kosten für unsere Lizenzpartner, die damit so kostengünstig wie möglich ihrer Pflicht aus der Verpackungsverordnung nachkommen können", erläutert Dkfm. Christian Stiglitz, Vorstand der ARA AG.

Nach Packstoffen betrachtet, verbuchte die ARA bei kleinen Kunststoffen ein deutliches Plus bei der lizenzierten Menge (+9%). Weiters erhöhte sich auch die Lizenzmenge bei Papier (+5%) und Glas (+2%). Ein leichter Rückgang wurde hingegen bei kleinen Metallverpackungen registriert.

Gemessen an den Einnahmen (und nicht an der Menge) änderte sich die Aufteilung nach Packstoffen in zwei Segmenten: Der Anteil von Papier am Gesamtumsatz der ARA ging von 21% auf 19% zurück, jener von Kunststoffen stieg von 52% auf 55% an. Nahezu unverändert blieben Glas mit 11%, Metall mit 10%, Materialverbunde mit 4% und Holz mit etwa 1%.

Der Jahresabschluss der ARA wird zur Zeit noch erstellt und traditionsgemäß bei der ARA Generalversammlung am 26. Juni verabschiedet.

Mengen gesteigert - 653.506 t Sammel- und Verwertungsmenge

Dem ARA System gelang es 2002, auch die Sammel- und Verwertungsmenge auf 653.506 t zu steigern - dies entspricht einem Plus um etwa 1,4%. Diese Verpackungsmenge teilt sich folgendermaßen auf: 46% entfallen auf Papier, Karton, Pappe und Wellpappe, 29% auf Glas, 18% auf Leichtverpackungen, 5% auf Metalle und 3% auf Holz.

106 kg sammelten die Österreicher 2002 im Schnitt - olympiareife Leistung der Vorarlberger

"Sammelkaiser" wurden seit mehreren Jahren in Folge wieder die Vorarlberger. Die Bewohner des westlichsten Bundeslandes Österreichs sammelten ganze 135 kg pro Person und steigerten sich damit um 5 kg gegenüber 2001. Position zwei im Ranking konnten erneut die Steirer für sich beanspruchen - sie kamen auf 116 kg pro Einwohner. Auch die Tiroler verteidigten ihren dritten Platz mit 115 kg. "Diese drei Bundesländer führen nun schon seit einigen Jahren die Spitze der Pro-Kopf-Sammlung an. Ihnen, aber natürlich der gesamten österreichischen Bevölkerung, muss ein großes Lob ausgesprochen werden. In Sachen Verpackungssammlung kann uns so schnell kein anderes Land etwas vormachen. Schließlich hat sich auch 2002 der Österreich-Schnitt auf 106 kg erhöht", so ARA-Vorstand Stiglitz.

Über eine Million Sammelbehälter: Littering kaum vorhanden

Basis für die Sammelrekorde von Herrn und Frau Österreicher ist die langfristige und nachhaltige Optimierung der Infrastruktur. Das ARA System stellt den Konsumenten in 2002 mehr als 1.035.000 Behälter zur Verfügung (2001: 991.000 Behälter) und darüber hinaus haben mehr als ein Drittel aller österreichischen Haushalte den "Gelben Sack" für Leichtverpackungen zu Hause. Insbesondere die Zunahme bei den Sammelhilfen für Leicht-, Papier- und Metallverpackungen haben zu dieser Erhöhung beigetragen. "Littering ist in Österreich damit im Vergleich zu anderen europäischen Staaten nur in geringem Ausmaß vorhanden und Verpackungen spielen dabei eine sehr geringe Rolle. Wir spannen mit über einer Million Sammelbehälter und den "Gelben Säcken" ein dichtes Netz über Österreich und bieten als Serviceunternehmen der Wirtschaft und den Konsumenten so das bequemste und effizienteste Sammelsystem der Welt", erklärt Stiglitz.

"Zusätzlich verfügt die ARA noch über eigene Botschafter in den Städten und Gemeinden - das sind die 220 Abfallberater, die die Bürger über das korrekte Sammeln und Trennen informieren."

Als Erfolg der Anstrengungen der Gesellschaften im ARA System -auch die ARA senkte ihre internen Kosten um 17% - gelang es wieder, für das laufende Geschäftsjahr 2003 günstigere Lizenztarife umzusetzen. Konkret wurden die Preise für kleine Kunststoffverpackungen und Materialverbunde um 14%, für Papierverpackungen um 13% gesenkt. Große Kunststoffgebinde und Kunststoffverpackungen im Industrie- und Gewerbepaket können künftig um 5% bzw. 8% günstiger bei der ARA lizenziert werden. Textile Faserstoffe werden in der Lizenzierung um 5%, kleine Ferrometall-Gebinde um 3% und Einwegglasverpackungen um 2% billiger.

2003: 15,8 Mio. Euro Einsparungen durch Tarifsenkungen

Diese Tarifsenkungen bringen der Wirtschaft in Österreich 2003 erneut eine Entlastung von 15,8 Mio. Euro. Im Jahr 2002 betrug diese Zahl 13,9 Mio. Euro. Die durchschnittlichen Kosten für eine Tonne Verpackungsmaterial umfassen für ein Unternehmen 2003 etwa 170 Euro, 2002 waren dies noch 189 Euro. "Von 1995 bis 2003 haben wir so der heimischen Wirtschaft mit Tarifsenkungen von in Summe 108,3 Mio. Euro unter die Arme gegriffen. Nun muss es unser Ziel sein, diese Preise zu halten", meint Stiglitz.

ARA-Beratung von EU-Beitrittsländern

Schon seit einigen Jahren ist die ARA im Bereich Consulting tätig und berät Umweltministerien und andere Sammelsysteme. "Wir sehen es als eine unserer Aufgaben an, unser Know-how an Länder weiterzugeben, die gerade im Begriff sind, Sammelsysteme aufzubauen. Ein Schwerpunkt liegt dabei - in der historischen Tradition Österreichs - auf den EU-Beitrittsländern. Hier beraten wir das ungarische Sammel- und Verwertungssystem Öko Pannon und die Organisationen in Polen, Slowenien und der Slowakei. In Ungarn geht es dabei konkret um die Erarbeitung eines Modells zur Berechnung der packstoffspezifischen Lizenzentgelte und zur Abgeltung der operativen Leistungen", schildert Stiglitz.

Bildmaterial: Fotos finden Sie zum Downloaden auf der Website http://www.ara.at

Grafik(en) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Grafik Service, sowie im OTS Grafikarchiv unter http://grafik.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

Dkfm. Christian Stiglitz (Vorstand),
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-201

Christian Mayer (Leiter der Kommunikation),
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-301

Mag. Brigitte Mühlbauer, Menedetter PR,
Tel.: 01/533 23 80

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