BRADER: AHS-GEWERKSCHAFT HANDELT VERANTWORTUNGSLOS

Streiks gegen Stundenkürzung und Pensionsreform gehen auf Kosten der Schüler

Wien, 7. Mai 2003 (ÖVP-PK) "Ein Konflikt um die Standesinteressen der Lehrer darf nicht am Rücken künftiger Generationen ausgetragen werden." So kommentierte heute, Mittwoch, ÖVP-Abg. Dr. Alfred Brader, Mitglied im Unterrichtsausschuss des Nationalrates, den gestrigen Streik der AHS-Lehrer. Durch Arbeitsniederlegungen werde in erster Linie den Schülern geschadet, gerade jener Gruppe, für die man "eigentlich im besonderen Maß Verantwortung trägt", so der Abgeordnete - im bürgerlichen Beruf selbst Lehrer. ****

Zu allgemeiner Mäßigung und Versachlichung der Debatte forderte Brader im besonderen den Vorsitzenden der AHS-Lehrergewerkschaft, Helmut Jantschitsch, auf: Persönliche Angriffe auf Bildungsministerin Elisabeth Gehrer wie zuletzt in einem Interview mit der APA seien jedenfalls wenig zielführend.

Wenn Jantschitsch weitere Protestmaßnahmen in Hinblick auf die Stundenkürzungen angekündigt habe, so lasse dies vermuten, dass dem gestrigen Streiktag der AHS-Lehrer noch einer am 13. Mai, zusammen mit den Pflichtschul- und BMHS-Lehrern, folgen werde. Das sei nicht nur verantwortungslos, sondern gehe "entschieden zu weit", kritisierte Brader. Jantschitsch würde sich damit selbst ad absurdum führen: "Man kann nicht einerseits im Zusammenhang mit der Pensionssicherung davon reden, dass "der zu verteilende Kuchen möglichst groß" sein müsse - also mit dem "Erwerb von Bildung höhere Gehälter" zu erreichen seien - und andererseits der kommenden Generation von Erwerbstätigen die Grundlage dafür entziehen und statt zu unterrichten streiken."

In der Frage der Sicherung der Pensionen sollten gerade Pädagogen im Interesse der Erhaltung des sozialen Friedens unter den Generationen mit gutem Beispiel vorangehen, meinte Brader. Das Eigeninteresse der Lehrer sei in Relation mit den zu sichernden Chancen jener zu sehen, die jetzt die Schulbank drückten. "Was sagt Herr Jantschitsch, wenn ihn seine Schüler fragen: Werden wir auch noch eine Pension kriegen? Wird es für uns noch reichen?"
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