"Offener Kanal Wien" vor Aus

Wien (OTS) - Das TV-Projekt "Offener Kanal Wien", eines der im Mai 2001 beschlossenen 23 rot-grünen "Partnerprojekte", steht noch vor Betriebnahme vor dem Aus. Am 25.04.2003 wurde von unbefugten Leuten und ohne legitimen Auftrag eine "General-Gründungsversammlung" einberufen. Auf der nichtöffentlichen Privatversammlung wurde ein "Konsortium" aus 13 Köpfen bestellt, um einen Millionen Euro schweren Förderauftrag für den Sender zu angeln. Die eigenmächtigen Akteure Alf Altendorf und Thomas Thurner stellten dazu auf der -subventionierten - Website http://www.ok-wien.at vor vollendete Tatsachen: "Dem mit dem Rathaus abgestimmten Entwicklungsplan entsprechend erfolgte heute die Gründung eines Konsortium & Personenkomitee für ein Offenes Community-TV Wien " (25.04.2003). Rudolf Mathias vom Presseinformationsdienst PID (MA 53) dementiert die "Abstimmung": "Diese Dinge haben mit der Stadt Wien absolut nichts zu tun." (30.04.2003)

Rund um den "Offenen Kanal Wien" machten sich zuletzt private Alleingänge breit. Interessierte am gesamtstädtischen Projekt, bei dem es um eine Jahressubvention von 750.000 Euro und eine Infrastruktur-Startförderung von 800.000 Euro geht, kritisierten, dass "Offenheit" zu Gunsten von Neffenwirtschaft eines bestimmen Freundeskreises in den Hintergrund gerät.

Für die "General-Gründungsversammlung" am 25.04.2003 wurden vom Duo Altendorf - Thurner über 30 Wiener Kultur- und Sozialvereine, die in das gesamtstädtische Projekt eingebunden waren, nicht einmal mehr eingeladen. Schon am 18.04.2003 wurden von Altendorf - Thurner auf der - städtisch subventionierten - Seite www.ok-wien.at 46 (!) Personen, die bisher am Konzept des "Offenen Kanal Wien" mitplanten, handstreichartig aus der "Member-Liste" gelöscht. Bereits im November 2002 organisierte sich - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - Alf Altendorf eine "Folge-Studie" von der Stadt Wien, die er im Dezember 2002 ablieferte. Weder Existenz noch Inhalt dieser "Studie" wurden je publik gemacht.

Johannes Schütz, vom unabhängigen "Arbeitskreis Offene Kanäle Österreich" (AOKÖ, www.offener-kanal.at), der als Herausgeber die 50.000 Euro teure, 230 Seiten-"Machbarkeitsstudie zum Offenen Kanal Wien" am 5.07.2002 im Rathaus präsentierte: "Das sind undemokratische Vorgänge, die durch nichts gedeckt sind." (30.04.2003). Schütz zur Entwicklung: "Demokratisches Vorgehen ist beim Aufbau eines Offenen Kanals von zentraler Bedeutung. Der offene Kanal ist keine private Spielwiese einiger Weniger."

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