Strafaufschub: Der Kritik längst Rechnung getragen

Wien (OTS) - Der Begutachtungsentwurf, in dem steht, dass nicht besonders gefährliche Täter mit einer Freiheitsstrafe von maximal 18 Monaten ohne besonderer Gründe Strafaufschub bekommen können, ist längst überholt: im Ministerratsbeschluss wurde der diesbezüglichen Kritik weitgehend Rechnung getragen.

Das heißt, dass nur kurze Freiheitsstrafen, also solche bis zu sechs Monaten, ohne weitere Voraussetzungen aufgeschoben werden können. Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu einem Jahr können nur dann aufgeschoben werden, wenn der Verurteilte noch nie eine Freiheitsstrafe verbüßt hat; Freiheitsstrafen von einem Jahr bis zu achtzehn Monaten können nur unter den bisherigen Voraussetzungen und nach Ermessen des Gerichtes aufgeschoben werden.

Die geplante Erweiterung des Strafaufschub von einem Jahr auf 18 Monaten soll Verurteilten in erster Linie die Möglichkeit geben, ihr soziales und berufliches Umfeld besser regeln zu können, was wiederum der Resozialisierung und der Möglichkeit, dem Opfer gegenüber leichter Schadenersatz leisten zu können, Rechnung trägt.

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