AK: Grundig ist lebensfähig!

Langfristiger Investor muss gefunden werden

Wien (AK) - "Grundig ist lebensfähig - der Standort in Wien muss deshalb erhalten werden", fordert AK-Arbeitsmarkt-Experte Josef Wallner anlässlich des heute angemeldeten Ausgleichs der Grundig Vertriebs-GmbH. "Um den Erhalt des Werks zu gewährleisten, muss ein langfristiger Investor gefunden werden", sagt Wallner. Die Arbeiterkammer fordert, die seit drei Jahren in den Schlafzustand versetzte Pleiteholding GBI wieder einzusetzen. "Das wäre eine Möglichkeit, wie die öffentliche Hand einen Beitrag zur Erhaltung der Arbeitsplätze leisten könnte", sagt Wallner, "denn über die GBI konnte in vielen Fällen erfolgreich der Verlust von Arbeitsplätzen und wirtschaftlicher Substanz vermieden werden". AK und ÖGB vertreten die Grundig-Beschäftigten gegenüber dem Insolvenzfonds und tun alles, damit die Arbeiter und Angestellten so rasch wie möglich ihr offenes Geld bekommen.
Das Argument, dass für die Fortführung der TV-Geräte-Produktion die österreichischen Personalkosten zu hoch seien, ist laut AK nicht stichhaltig. Denn in der Bilanz 2001 beträgt der Personalkostenanteil am Umsatz weniger als 10 Prozent, das ist sehr niedrig im Vergleich zur Elektroindustrie, wo der durchschnittliche Wert bei etwa 25 Prozent liegt.

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