Kollross: Frage der Pensionen ist eine für Jung und Alt

Wien (SK) Andreas Kollross, Vorsitzender der SJÖ, bezeichnete Freitag in einer Pressekonferenz die Pensionskürzungen von FPÖVP als Versuch, den Generationsvertrag zu brechen und den Sozialstaat nun endgültig abzuschaffen. "Das Konzept von FPÖVP geht klar in Richtung 2-Klassengesellschaft. Jene, die es sich leisten können, sorgen für ihre Pensionen privat vor, der Rest schaut durch die Finger. Das Pensionssystem kann nur durch das Bekenntnis zum Umlagensystem und zur Solidargesellschaft gesichert werden", so Kollross. ****

Als Reaktion auf die von FPÖVP geplanten Pensionskürzungen wird es am 6. und 7. Mai 2003 bundesweit Jugendstreiks und Demonstrationen dagegen geben. Organisiert werden die Proteste von der Sozialistischen Jugend gemeinsam mit der Aktion Kritischer SchülerInnen und der GPA Jugend. Für Kollross ist vor allem das Konzept der Vollbeschäftigung eine tragende Säule des Generationsvertrages: "Die Pensionen können nur gesichert werden, wenn genügend BeitragszahlerInnen vorhanden sind. Die schwarz-blaue Beschäftigungspolitik manifestiert sich aber nur in steigender Arbeitslosigkeit, gerade der Jugend. Garant für Beschäftigung ist (Aus)Bildung und Arbeitszeitverkürzung. In Österreich beträgt die Erwerbstätigenquote gerade einmal 68 Prozent."

Kollross verurteilte den Entsolidarisierungsprozess, der durch die Politik von FPÖVP losgetreten wird. "Der Streik hat zwei Ziele. Zum einen zeigen wir unsere Solidarität mit der älteren Generation. Zum anderen mischen wir uns in unsere eigenen Angelegenheiten ein, da gerade die Jungen neben den Frauen zu den größten VerliererInnen der Pensionskürzungen zählen. Wir sprechen uns gegen das Schüren eines künstlichen Generationskonfliktes aus. Die Frage der Pensionen ist nicht eine von Jung oder Alt, sondern eine von Jung und Alt", so Kollross abschließend. (Schluss) ns/mp

Fotos der Pressekonferenz sind bei der SJÖ erhältlich.

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