Bures: Arbeitslosigkeit steigt weiter - "Keine Rede von Entspannung am Arbeitsmarkt"

Anstieg bei älteren Arbeitnehmern wird durch Pensionsreform der Regierung noch verschärft

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures warnt angesichts der Arbeitslosenzahlen im April vor voreiligen Schlüssen:
"Von einer Entspannung am Arbeitsmarkt zu reden, wäre völlig verfehlt. Die Lage ist nach wie vor äußerst ernst, zumal der in der Statistik ausgewiesene geringfügige Rückgang der Arbeitslosigkeit irreführend ist. Denn jene Personen, die sich in Schulungen befinden, werden nicht als arbeitslos gezählt. Im Vergleich zum Vorjahr ist aber die Zahl der in Schulungen befindlichen Personen enorm gestiegen, nämlich um knapp 28 Prozent." In Zahlen ausgedrückt sind rund 44.900 Personen, rund 9.800 Menschen mehr als im Vorjahr, in Schulungen. Die Zahl der jobsuchenden Personen liegt also tatsächlich bei 276.031 Personen. ****

Bures verwies gegenüber dem SPÖ-Pressedienst auch auf den besorgniserregenden Anstieg der Arbeitslosigkeit bei älteren ArbeitnehmerInnen. Bei den 55- bis 60-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent, bei den Über-60-Jährigen um 9,7 Prozent. "Die für ältere Arbeitnehmer ohnehin schon sehr schwierige Situation wird sich durch die überhastete Pensionsreform der Regierung noch weiter verschärfen", so Bures, "hier sind sich übrigens alle Wirtschaftsforscher und Experten einig". Und wenn Bartenstein die negativen Auswirkungen durch die Abschaffung der Frühpension nun leugnet, sei er an seine eigenen zynischen Aussagen vom 8. März erinnert: Durch das Ende der Frühpension werden weitere 80.000 Menschen nach einem Arbeitsplatz suchen, hieß es damals. (Schluss) se

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