LKW-Maut: Schweizer Fahrzeuggerät in Österreich verwendbar

Österreich hat Hausaufgaben gemacht

Wien (OTS) - "Das Schweizer Fahrzeuggerät "TRIPON" wird in Österreich verwendbar sein. Trotz schwieriger Bedingungen (in der Schweiz ist jeder gefahrene Kilometer gebührenpflichtig) konnten wir eine gemeinsame Lösung finden. Die Baken der österreichischen Mautportale werden nicht nur gemäß den Empfehlungen der europäischen Kommission Mauttransaktionen nach dem CARDME-Protokoll lesen können, sondern auch die Schweizer Transaktion LSVA", erklärten heute die EUROPPASS Geschäftsführer Peter Newole und Giuseppe Palma. Das bedeutet: Halter von LKWs- und Bussen, die in Österreich und der Schweiz operieren, haben die Wahl: entweder mit TRIPON, dem Schweizer Fahrzeuggerät, in Österreich und der Schweiz tätig sein oder mit der GO-Box in Österreich fahren und eventuelle Fahrten in die Schweiz gesondert bezahlen. Diese Interoperabilität wird bei Betriebsstart des österreichischen Mautsystems mit spätestens 1. Jänner 2004 von Anfang an gewährleistet sein. Damit wird es europaweit erstmals möglich sein, mit einem Fahrzeuggerät grenzüberschreitend zu bemauten.

4.000 Fahrzeuge im Grenzverkehr

Rund 4.000 Schweizer LKWs sind im Grenzverkehr mit Österreich von dieser Vereinfachung betroffen - mit TRIPON ausgerüstet, werden diese Fahrzeuge die 150 Mautportale auf der Strecke von Vorarlberg nach Wien problemlos passieren können. "Fahrzeughalter, die Fahrzeuge mit eingebautem LSVA-Erfassungsgerät (TRIPON) besitzen, werden von Anfang an die Möglichkeit haben, die Maut in Österreich über das TRIPON abzuwickeln, so dass in diesem Fall keine GO-Box benötigt wird", so Newole und Palma. Eine Anmeldung bei EUROPPASS (Call Center: 0800 400 11 400) zur Nutzung des TRIPON kann ab Herbst 2003 durchgeführt werden. Zur Verrechnung der österreichischen Maut ist eine fahrzeuggebundene Tank- oder Kreditkarte Voraussetzung. Weitere Informationen zu den Mautsystemen in Schweiz und Österreich finden sich im Internet unter
http://www.go-maut.at
http://www.zoll.admin.ch
http://www.asfinag.at .

Deutschland am Zug

"Österreich hat seine Hausaufgaben gemacht - jetzt ist Deutschland am Zug. Das deutsche Fahrzeuggerät wäre mit einer Software Anpassung auch für den Einsatz und die Entrichtung der LKW-Maut in Österreich geeignet. Die Frage nach der Interoperabilität, also dem Entrichten der Maut in mehreren Ländern mit einem Fahrzeuggerät, stellt sich in den nächsten Jahren für Deutschland. Aufgrund des Einsatzes einer bisher in keinem Mautsystem verwendeten Technologie, liegt es vor allem am deutschen Staat als Auftraggeber sowie an Toll Collect als Betreiber, das deutsche Fahrzeuggerät interoperabel zu gestalten", so Palma und Newole abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Rudolf Kaschnitz
Unternehmenskommunikation EUROPPASS LKW-Mautsystem GmbH
A-1120 Wien, Am Europlatz 1
www.go-maut.at
e-mail: r.kaschnitz@europpass.at
Telefon: 0043 1 955 50 - 820
Fax: 0043 1 955 50 - 5820
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