ASFINAG: Österreichisches Mautsystem ist kosteneffizient und europaweit erprobt

Wien (OTS) - "Die Aufregung rund um die europaweit einheitliche Einführung von satellitengestützten Mausystemen ab dem Jahr 2012 ist unverständlich. Jede elektronische Technologie ist nach 10 Jahren zu ersetzen. Nachdem der Betreibervertrag 10 Jahre läuft, kommen wir gerade recht, um an einer neuen Technlogie teilzunehmen. Darüber werden wir ab 2008 nachdenken. Für Spekulationen anderer Art ist kein Grund vorhanden", sagte heute der Vorstandsvorsitzende der Autobahnen- und Schnellstraßen- Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG) Dr. Walter Hecke. Aufgabe der ASFINAG ist es, Autobahnen und Schnellstraßen zu bauen, sie zu betreiben und zu bemauten und mit den zweckgebunden Einnahmen die Straßeninfrastruktur allen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Vorderrangiges Ziel ist es somit, die neue fahrleistungsabhängige Maut für alle Fahrzeuge ab 3,5 t höchst zulässigem Gesamtgewicht spätestens am 1. Jänner 2004 zu starten, um auf Basis des Generalverkehrsplanes Österreich wichtige Bauprojekte wie den Lückenschluss oder die infrastrukturelle Anbindung an die neuen EU - Beitrittsstaaten zu finanzieren.*****

Das Vorhaben der europäischen Union eine Richtlinie umzusetzen, die die Vereinheitlichung der Mautsysteme auf Satellitenbasis vorsieht, wird für die laufende Beauftragung an Europpass/Autostrade auf Grund der Vertragsdauer von 10 Jahren keinen Einfluss haben. Das von der europäischen Union päferierte Satellitensystem "Galileo" soll frühestens im Jahr 2008 funktionsfähig sein. Bei Systemstart von "Galileo" wird das von der ASFINAG beauftragte Mautsystem zumindest 5 Jahre in Betrieb sein. Die in der Richtlinie vorgesehenen Übergangsbestimmungen und Sonderregelungen bis voraussichtlich 2014 ermöglichen damit einen reibungslosen und für den Nutzer kostenneutralen Übergang.

Das neue Multi-lane Free Flow System auf Mikrowellenbasis des italienischen Mautbetreibers Autostrade SpA. ist das europaweit Modernste und im Gegensatz zu einem statellitengestützten System mehrfach erprobt. Ein System, das in der Bewertung der Angebote im Ausschreibungsverfahren, das für die Infrastrukturvorhaben Österreichs beste Kosten/Nutzen Verhältnis aufgewiesen hat. Die Angebote der Mitbewerber, die auf ein satellitengestütztes Mautsystem gesetzt haben, waren teurer. Die von der AUTOSTRADE verwendete Mikrowellentechnologie ist bereits in 28 Ländern in Europa, Asien, Lateinamerika und Australien erfolgreich im Einsatz und wird ständig weiterentwickelt. Die Wertschöpfung bei der Umsetzung des größten Betreiberprojektes in Österreich bleibt zu über 90% in Österreich. Renommierte Unternehmen wie Kapsch TrafficCom, RIZ, STRABAG, Forste, WIBEBA sind an der Umsetzung beteiligt. (Ende)

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