FP-Barnet: Gratisfahrräder mit Kindersitzen ausstatten!

Wiener Gratisrad auch in den Außenbezirken gefordert

Wien, 2003-05-02 (fpd) - Die Ausstattung zumindest jedes dritten Wiener Gratisfahrrades mit einem Kindersitz und einem Schutzhelm, forderte heute der freiheitliche Wiener Landtagsabgeordnete Günther Barnet. Insbesondere Müttern und Vätern von Kleinkindern gegenüber wäre es unfair, sie von der Gratisfahrradaktion von vornherein auszuschließen. Wenn Wien nicht nur eine fahrradfreundliche, sondern auch eine familienfreundliche Musterstadt sein will, dann bedarf es auch der Unterstützung von jungen Familien beim Umstieg auf das Fahrrad. "Vor allem jene Mütter, die die Masse der Familienarbeit (Kindererziehung, Einkauf und Besorgungen, soziale Unterstützung von Familienangehörigen etc.) tragen, könnten bei ihrem täglichen Zeitbedarf unterstützt werden, wenn auch sie unkompliziert auf die Gratisräder zurückgreifen könnten", betonte Barnet. ****

Weiters forderte der FP-Gemeinderat die Ausweitung der Gratisfahrradaktion der Stadt Wien in die Außenbezirke. Gerade dort, wo die Anbindung an das hochrangige öffentliche Verkehrsnetz (U-Bahn und S-Bahn) nicht optimal ist, wären die Gratisräder als ergänzende Verkehrsmittel ein idealer Anreiz. Insbesondere in der warmen Jahreszeit würden damit viele Wiener der Bezirke außerhalb von Gürtel und nördlich der Donau auf das Auto verzichten können. Statt mehrmaligem Umsteigen, unzureichenden Intervallen bzw. langen Wartezeiten bei den Zubringerlinien (Autobus und Straßenbahn) würde das Ausweichen auf rasch und sicher verfügbare Gratisräder viele animieren, die längeren Strecken mit den übergeordneten anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.

"Es ist auch nur mehr als gerecht, wenn alle Wienerinnen und Wiener, die mit ihren Abgaben und Steuern das öffentliche Verkehrsnetz unterstützen, es dann auch in Anspruch nehmen können", so Barnet. Eine Einschränkung wie bei den im Vorjahr gescheiterten "Viennabikes" auf die Innenstadt mit privilegierten Bürgern der grünen "Vorzugsbezirke" ist völlig abzulehnen. SPÖ-Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker ist daher aufgefordert auf den neuen Betreiber einzuwirken, die Ausweitung in die Außenbezirke im anlaufenden Probebetrieb umzusetzen", so Barnet abschließend. (Schluss) lb

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