NEUDECK: Wiener Linien: "Rein politisch motivierter Streik"

"Die Besitzer von Wochen-, Monats- und Jahreskarten könnten eine Entschädigung verlangen"

Wien, 2003-05-02 (fpd) - "Es wäre nun höchst an der Zeit zu erfahren, welche Maßnahmen die Betreiber der bestreikten Verkehrsmittel setzen, um ihrem Kontrahierungszwang nachzukommen", meinte heute der freiheitliche Abgeordnete und Wiener RFW-Landesobmann Detlev Neudeck zum bevorstehenden Streik der Wiener Linien am 6. Mai. Es habe im Moment den Anschein, daß die Betreiber der öffentlichen Verkehrsmittel nichts unternehmen, um einen einwandfreien Transport auch am 6. Mai zu gewährleisten, betonte Neudeck weiter.****

"Da dieser Streik nicht nur von den Unternehmern, sondern auch von den betroffenen Fahrgästen abgelehnt wird, stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der eingesetzten Mittel", führte Neudeck weiter aus. "Niemand sollte sich wundern, wenn nun seitens der Wirtschaft Schadenersatzforderungen an die Betreiber der Verkehrslinien überlegt werden. Auch die Besitzer von Wochen-, Monats- und Jahreskarten könnten eine Entschädigung verlangen."

"Es ist mir wichtig festzuhalten, daß keinem Arbeitnehmer das Recht zum Streik abgesprochen werden soll. Es kann aber nicht widerspruchslos hingenommen werden, wenn politisch motivierte Streiks der Mitarbeiter von Verkehrsbetrieben die österreichische Wirtschaft und den Wirtschaftsstandort nachhaltig schädigen und die Betreiber dieser Linien ihrer Beförderungspflicht nicht nachkommen", so Neudeck.

Vielleicht wäre dies die ideale Möglichkeit für private Busbetreiber, ihre Effizienz und Kompetenz unter Beweis zu stellen. An diesem Tag könnte auf wichtigen Strecken der Transport von privaten Betreibern durchgeführt werden. Dies zu organisieren, wäre eine Aufgabe der Wirtschaftskammer. Die Leidtragenden sind dabei aber auch die Unternehmer. Der angekündigte Streik entspricht ja nicht den Wünschen der vom Streik betroffenen Dienstnehmer, sondern ist rein politisch motiviert", schloß Neudeck. (Schluß)

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