Pensionsreform: WdF begrüßt Nachbesserungen, urgiert aber weitere Änderungen

Wien (OTS) - Das Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) begrüßt zwar die sichtbaren Nachbesserungen bei der vom Ministerrat beschlossenen Pensionsreform, hält jedoch einen weiter gehenden Konsens für notwendig. "Seitens der Opposition und der Sozialpartner hat es einige interessante Vorschläge gegeben, die im nun vorliegenden Gesetzesentwurf fehlen", so WdF-Geschäftsführer Helmut Wisiak. Ein nationaler Konsens in Sachen Pensionsreform bedeute bei klarer Vorgabe von Zielen und Verantwortlichkeiten keineswegs eine Verwässerung oder Verzögerung der Reform, ist Wisiak überzeugt. Außer Frage stehe aber, dass eine Eskalation der Situation in Form von Streiks zu Lasten der Wirtschaft und des Wirtschaftsstandortes Österreich gehe.

Was die geplanten Reform-Maßnahmen betrifft, vermisst das WdF vor allem eine klare Darstellung der dringend notwendigen Harmonisierung der Pensionssysteme, womit die Abschaffung der "Zwei-Klassen-Gesellschaft" bei den Pensionen wieder aufgeschoben werde. Unausgegoren sei auch der Plan, für ältere Arbeitnehmer zwecks Arbeitsplatzsicherung die Lohnnebenkosten zu senken und allen über 50-Jährigen einen Rechtsanspruch auf Schulung einzuräumen. Die Arbeitsplatz-Wirksamkeit derartiger Maßnahmen sei stark zu bezweifeln, unterstreicht Wisiak, der darauf hinweist, dass die Beschäftigung in Unternehmen in erster Linie vom Bedarf abhänge.

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