Verzetnitsch: Mit der Faust auf zugeschlagene Tür klopfen

Die Gewerkschaften nehmen den Kampf auf

Wien (FSG). "Wer auf der einen Seite die Tür zuschlägt, muss das Klopfen der Faust auf der anderen Seite spüren. Wir Gewerkschaften nehmen den Kampf gegen die Pensionsreform auf. Wer den Kampf nicht aufnimmt, der hat schon verloren", richtete ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch bei seiner Rede zum 1. Mai auf dem Wiener Rathausplatz deutliche Worte Richtung Bundesregierung.++++

Der ÖGB-Präsident verwies neuerlich auf die Bereitschaft der Sozialpartner über eine echte Pensionsreform, die auch sozial ausgewogen ist, zu verhandeln. Verzetnitsch: "Aber der Bundeskanzler hat die Tür zugeschlagen." Dass die Bundesregierung die Pensionsreform gleichzeitig mit dem Kauf der Abfangjäger beschlossen habe "ist eine Verhöhnung des Volkes", so der ÖGB-Präsident.

Schwere Kritik übte er auch an Wirtschaftsminister Bartenstein, der "angeblich auch Arbeitsminister ist. Aber das ist nicht zu erkennen". Verzetnitsch: "Was macht er und die Regierung für Arbeit und Ausbildung? Was wird für Kinderbetreuungseinrichtungen gemacht? Was gegen den Ausverkauf österreichischem Eigentums? Die Antwort ist überall: NICHTS!"

Verzetnitsch bekräftigte, dass der Protest auf der Straße angesichts dieser Politik "notwendiger denn je ist". Der ÖGB-Präsident kündigte an, dass nach den Abwehrstreiks am kommenden Dienstag die nächste Möglichkeit zum machtvollen Protest am 13. Mai sei.

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