VP-Walter: Ring-Umbenennung nicht nach Lust und Laune der SPÖ

VP-Prochaska: Bei Umbenennungen in den eigenen Reihen beginnen

Wien (1. Mai 2003) - "Wenn die SPÖ am heutigen 1. Mai über den Dr. Karl Renner-Ring zum Rathausplatz marschiert, dann möge man sich auch daran erinnern, dass dieser österreichische Politiker im Jahr 1938 für den Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland stimmte und dies auch in der Öffentlichkeit empfahl", betont heute der Landesgeschäftsführer der Wiener ÖVP, Norbert Walter, unter Bezugnahme auf einen Antrag des VSStÖ beim jüngsten SPÖ-Landesparteitag. ****

Und Walter weiter: "Wenn nämlich seitens einzelner Teile der SPÖ angeregt wird, den Dr. Karl Lueger-Ring umzubennen, so muss auch ernsthaft die Benennung des daran angrenzenden Teilstücks der Wiener Ringstraße in Frage gestellt werden. Immerhin firmiert unter der Adresse Dr. Karl Renner-Ring das österreichische Parlament, jene Insitution, die wie keine andere für die Souveränität und staatliche Eigenständigkeit Österreichs steht. Scheinbar dürfte diese Problematik schon zu Zeiten sozialdemokratischer Nationalratspräsidenten erkannt worden sein, denn Poststücke können unter der Adresse 1014 Wien-Parlament gesendet werden."

"Überhaupt hat die SPÖ dann keine Probleme, wenn es um die Benennung von Straßen und Plätzen nach sozialdemokratischen Politikern geht, auch wenn sie eine großdeutsche oder anders problematische Vergangenheit hatten. Bestes Beispiel dafür ist der Julius Tandler-Platz", meint dazu der VP-Vertreter in der Benennungskommission des Kulturausschusses des Wiener Gemeinderats, GR Johannes Prochaska. Julius Tandler war seit 1910 Universitätsprofessor in Wien, 1920 bis 1933 sozialdemokratischer Stadtrat für Wohlfahrtsangelegenheiten. Er vertrat in einem im Februar 1923 gehaltenen und in der "Wiener Medizinischen Wochenschau" vom 19. Jänner 1924 abgedruckten Vortrag ("Ehe und Bevölkerungspolitik") die Forderung nach der "Vernichtung lebensunwerten Lebens."

"Die Liste derartiger Benennungen in Wien kann beliebig fortgesetzt werden. Weitere Beispiele sind die Otto Bauer-Gasse, sowie die Wiener Gemeindebauten Karl Marx Hof, Friedrich Engels Hof und Julius Deutsch Hof", ergänzt GR Prochaska und abschließend: "Wenn SP-Proponenten in Wien Unbenennungen durchführen wollen, dann sollen sie bei den Leuten aus den eigenen Reihen beginnen." (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Wien - Pressestelle
TEL +43 (1) 515 43 - 40 FAX +43 (1) 515 43 - 29
presse@oevp-wien.at
NET http://www.oevp-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVW0001