NÖ: Resolution der Fraktion Christlicher Gewerkschafter zu Pensionsverschlechterungen

FCG-Landesobmannstellvertreter unterstützen Neunkirchner Erklärung

Wien (OTS) - Die vier stellvertretenden Landesvorsitzenden der Fraktion Christlicher Gewerkschafter Niederösterreichs, Ingrid Kreuzer, Richard Dragosits, Paula Uitz und Manfred Spannagl zeigen sich heute erfreut über die Neunkirchner Erklärung der FCG in den Fragen der Pensionen und Gesundheit:

Wir, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der FCG Bezirk Neunkirchen
unterstützen die Forderungen des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) nach einer Beschäftigungsoffensive und einer solidarischen Absicherung des Pensions- und Gesundheitssystems.

Unter dem Titel "Pensionssicherungsreform" will die Regierung Maßnahmen beschließen, die man unter dem Motto "länger Arbeiten für weniger Pension" zusammenfassen kann. Praktisch alle, junge Arbeitnehmer/innen genau so wie jene, die kurz vor ihrer Pensionierung stehen, sind betroffen. In besonders gravierender Weise werden Frauen zur Kassa gebeten werden. Bei dieser so genannten Reform geht es um Pensionskürzungen zwischen 10 und 40 Prozent! Es geht auch darum, unsere Abfertigung anzutasten und in eine Zusatzpension umzuwandeln! Für die FCG ist mehr Beschäftigung der Schlüssel zur Pensionssicherung. Die FCG tritt für eine zukunftsorientierte Reform des Systems ein. Eine solche Reform muss aber fair sein und darf nicht zu rasch erfolgen. Drastische Pensionskürzungen und die plötzliche Anhebung des Antrittsalters in einer Situation hoher Arbeitslosigkeit sind nicht notwendig. Das wären politische Maßnahmen, die für viele Menschen Arbeitslosigkeit und Altersarmut bedeuten.

Auch im Gesundheitssystem sind Verschlechterungen geplant. Die Beiträge für Pensionist/innen und Angestellte sollen erhöht werden, für Arztbesuche sollen Selbstbehalte eingeführt werden. Für Freizeitunfälle soll ein neuer Beitrag eingeführt werden, neue Leistungen wird es dafür aber nicht geben. Die FCG lehnt neue Selbstbehalte ab, die Ambulanzgebühren müssen abgeschafft werden. Die Besteuerung der Unfallrenten muss aufgehoben und die beitragsfreie Mitversicherung für kinderlose Ehegatten/innen bzw. Lebensgefährten/innen muss wieder eingeführt werden.

Die neuen Pläne der Regierung bedeuten einen massiven Eingriff in die
Lebensplanung der Menschen in Österreich. Wir lehnen das entschieden ab! Wir fordern die Regierung auf, die Ängste und Sorgen der Menschen nicht länger zu überhören. Wir fordern sie weiters auf, sich mit allen relevanten politischen Kräften im Land an einen Tisch zu setzen und über ein gerechtes Pensionsmodell und gerechte Reformen im Gesundheitssystem zu verhandeln.

Wir fordern die Abgeordneten der ÖVP und FPÖ auf, ihre Verantwortung für die Menschen im Land wahrzunehmen und dem vorgesehenen Programm der Bundesregierung ihre Zustimmung zu verweigern! Zur Erreichung der oben angeführten Ziele werden wir, die FCG Bezirk Neunkirchen, den Beschluss des ÖGB zu gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen und Abwehrstreiks unterstützen!

Rückfragen & Kontakt:

FCG-Landesobmann-Stv. Ingrid Kreuzer
Tel. 0676-7640120

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