WKÖ: EU-Aktionsplan bestätigt Handlungsbedarf zur Verbesserung der österreichischen Forschungs- und Innovationsleistung

Mehr Innovation ist Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand

Wien (PWK 265) - "Die österreichische Wirtschaft begrüßt den heute von der EU beschlossenen Aktionsplan zur Verbesserung der europäischen Forschungs- und Innovationsleistung. Dieser bestätigt den von unserer Seite wiederholt zum Ausdruck gebrachten Handlungsbedarf", sagt Markus Beyrer, Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der Präsentation des Aktionsplans in Brüssel. Der Aktionsplan ist ein Fahrplan für die Stärkung der europäischen Forschung bis zum Jahr 2010.

"Das von Forschungskommissar Busquin geforderte entschlossene und koordinierte Vorgehen auf europäischer Ebene ist auch aus innerösterreichischer Sicht wichtig, zumal Forschung und Innovation in die Zuständigkeit dreier Ressorts fallen", so Beyrer, der die von der EU-Kommission genannten Prioritäten voll unterstreicht. Es handelt sich dabei um:

  • Maßnahmen zur Stärkung der wissenschaftlich-technischen Qualifikation an Universitäten und in der Aus- und Weiterbildung,
  • Einsatz der öffentlichen Mittel mit hoher Hebelwirkung zur Stimulierung der F&E-Aktivitäten der Wirtschaft,
  • Umlenkung öffentlicher Mittel in Richtung Forschung und Innovation sowie Verbesserung der Finanzierung von technologieorientierten Unternehmen durch Risikokapital, vor allem von Start-Ups und in der ersten Wachstumsphase,
  • Stärkung der internationalen Vernetzung und Zugang der europäischen Wirtschaft zu Spitzenforschern

"Die heimische Politik muss dabei die Wirtschaftsstruktur und wissenschaftlich-technische Kompetenz im Inland berücksichtigen", ergänzt Rudolf Lichtmannegger, Technologie-Experte der WKÖ. So ist kein einziges der von der EU-Kommission erfassten weltweit 100 größten Forschungsunternehmen in Österreich beheimatet, doch von den TOP 10 haben zumindest vier Unternehmen erhebliche Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in Österreich oder beziehen von dort in großem Umfang hochwertige Komponenten von Zulieferern.

"Jetzt gilt es, vom Aktionsplan die Maßnahmen für Österreich rasch abzuleiten und die kurz- und langfristig erforderlichen Schritte gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft beherzt und ohne Selbstbetrug umzusetzen", fordert Beyrer. Gerade durch die EU-Erweiterung müsse ein stärkeres Engagement in der Entwicklung innovativer und höherwertiger Produkte und Dienstleistungen zum zentralen Element einer wirtschaftspolitischen Strategie Österreichs werden. "Wir müssen heute investieren, um das Wachstumspotential von morgen zu verbessern", betont Beyrer abschließend.

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