GPA-Helscher: Abfederungen sind für Frauen nahezu wirkungslos

GPA-Frauen lehnen Pensionskonzepte der Regierung weiterhin ab

Wien (GPA/ÖGB). "Wir sehen keine Veranlassung, unsere Ablehnung der Pensionspläne, wie sie die Regierung vorgelegt hat, zurückzunehmen", so die Frauenvorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Erika Helscher. Die frauenspezifischen Änderungen am Regierungsmodell seien nahezu wirkungslos und würden nicht dazu beitragen, Frauen eine Absicherung im Alter zu garantieren. Der Weg zu einer eigenständigen Pension von Frauen würde durch die Vorhaben der Bundesregierung erneut erheblich behindert, kritisiert Helscher.++++

Weiterhin würde die Ausdehnung des Durchrechnungszeitraumes auf 40 Jahre für Frauen massive Pensionskürzungen verursachen. Eine Abmilderung durch eine ausreichende Aufwertung von weiter zurückliegenden Beitragsjahren fehle im Ministerratsbeschluss völlig. Verluste aus der Durchrechnung würden jetzt zwar gedeckelt, diese Regelung soll jedoch zeitlich limitiert bleiben. Ab dem Jahr 2028 würde die volle Durchrechnung voll greifen und somit für Frauen, die heute 40 Jahre oder jünger sind, Verluste von über 25 % bedeuten. Alle anderen geplanten Maßnahmen, die ebenfalls zu massiven Kürzungen führen würden, seien überhaupt nicht gedeckelt. "Frauen bekommen bereits jetzt um durchschnittlich 62 % weniger Pension als Männer. Durch die geplanten Maßnahmen würden ihre Ansprüche nahezu bedeutungslos. Das Rezept der Regierung lautet offenbar: Ein wohlhabender Ehemann ist die beste Pensionsvorsorge für Frauen", unterstreicht Helscher.

"Statt dringend notwendiger arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, die insbesondere der extrem hohen Altersarbeitslosigkeit entgegenwirken, erzeugt die Bundesregierung Verunsicherung und öffnet den Weg in die Altersarmut. An der einhelligen Entschlossenheit der Gewerkschaft, diese Pläne der Regierung zu verhindern, wird sich daher nichts ändern!, stellt die GPA-Frauenvorsitzende abschließend klar.

ÖGB, 30. April 2003 Nr. 315

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