Donabauer empört über soziale Kälte Nürnbergers

Wien (OTS) - Nationalrat Karl Donabauer, Obmann der Sozialversicherungsanstalt der Bauern, zeigt sich empört über die Äußerungen NR Rudolf Nürnbergers, Vorsitzender der Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie im Rahmen der gestrigen Parlamentsdebatte.

Nürnberger prangerte dabei die geplante Absenkung des Höchstanrechnungsbetrages des fiktiven Ausgedinges im bäuerlichen Bereich an. Dabei lässt er jedoch jene soziale Gerech-tigkeit vermissen, für die sich angeblich gerade die Gewerkschaft immer stark macht.

"In der jetzigen Diskussion wird übersehen, dass gerade das fiktive Ausgedinge für den bäuerlichen Bereich eine deutliche pensionsmindernde Wirkung hat. Die nunmehr geplante Ab-senkung des fiktiven Ausgedinges zeigt von der sozialen Verantwortung der Bundesregierung und wird für bäuerliche Kleinstpensionisten wesentlich zur Existenzsicherung beigetragen", stellte Obmann Donabauer klar.

Der bäuerliche Bereich weist mit Abstand die niedrigsten Durchschnittspensionen innerhalb der verschiedenen Berufsgruppen in Österreich aus. So hat ein Bauer durchschnittlich nur 534 Euro monatlich als Pension zur Verfügung. Im Vergleich dazu erhält ein ehemaliger Angestellter rund 1.095 Euro im Monat. Die niedrigen Durchschnittspensionen haben zur Folge, dass der Anteil der Ausgleichszulagenbezieher im bäuerlichen Bereich überdurchschnittlich hoch ist. So kommen auf 100 Bauernpensionen im Durchschnitt 28,7 Ausgleichszulagen. Im Bereich der Angestellten liegt der Wert bei nur 2,7 Ausgleichszulagen pro 100 Pensionen.

Obmann Donabauer betont in diesem Zusammenhang, dass das Ausgedinge eine moderne Form der Eigenvorsorge darstellt, die pauschale Anrechnung bei der Pension allerdings heu-te nicht mehr den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Daher ist die geplante Maßnahme der Regierung wichtig für eine soziale Ausgewogenheit. "Wir dürfen nicht einzelne Berufs-gruppen gegeneinander ausspielen, sondern müssen gemeinsam an einer Harmonisierung des Pensionssystems arbeiten, um es auch für die kommenden Generationen nachhaltig abzusichern!", meint Nationalrat Karl Donabauer abschließend.

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