SPÖ wird in ihrer Kritik an der zweiten und dritten Pensionssäule von Rechnungshoferkenntnissen unterstützt

Kräuter kritisiert Individualisierung des Risikos bei zweiter und dritter Pensionssäule

Wien (SK) "Unbeachtet von der breiten öffentlichen Pensionsdebatte hat der Rechnungshof eine sachlich geharnischte Kritik an der zweiten und dritten Säule der Pensionsvorsorge angebracht", erklärte SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Die Hauptkritik des Rechnungshofs beziehe sich auf das "strukturelle Ungleichgewicht zwischen den Vertragspartnern zugunsten der Pensionskassen", was dazu führe, dass das Risiko individualisiert, sprich auf die Betroffenen geschoben werde, wies Kräuter hin. Zusätzliche scharfe Kritik des Rechnungshofes erfahre außerdem die Pensionskassengesetz-Novelle, so Kräuter. "Die zweite und dritte Säule sind nicht geeignet, die Altersvorsorge für den überwiegenden Teil der Bevölkerung abzusichern", fasste Kräuter den Sukkus aus der Rechnungshofkritik zusammen.****

"Es ist äußerst problematisch, jungen Menschen heute zu empfehlen, einen erheblichen Anteil ihres Einkommens in die zweite oder dritte Säule zu investieren", gab Kräuter zu bedenken. Wie internationale Beispiele zeigen, sei es unmöglich, heute zu prognostizieren, dass bestimmte Aktien 30 Jahre stabil sind.

Die Novelle zur Änderung des Pensionskassengesetzes werde laut Kräuter vom Rechnungshof als "äußerst kritisch" betrachtet. Zum einen weil die dadurch erwachsenen Einkommensverluste massive Auswirkungen auf das Konsumverhalten, und somit die Kaufkraft der Österreicher habe. Zum zweiten, weil dadurch das Vertrauen auf Rechtssicherheit geschmälert werde.

Als "äußerst kritikwürdig" an den schwarz-blauen Pensionsplänen sieht Kräuter die Tatsache, dass bestimmte Leute an der Spitze der Einkommenspyramide von dem hohen Risiko ausgespart bleiben. (Schluss) lm

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