ARBÖ: Alte Fahrräder trotz Schonfrist schnell nachrüsten ARBÖ-Fahrradnachrüstset ab 3. Mai in allen Prüfzentren zu kaufen

Wien (OTS) - Trotz der vom Verkehrsminister ausgerufenen "Schonfrist" bis Juli, sollten alte Fahrräder möglichst rasch nachgerüstet werden. "Erstens, der eigenen Sicherheit zuliebe. Zweitens, weil sich die Länder nicht an die Minister-Empfehlung halten müssen, säumige Radfahrer in den nächsten zwei Monaten nur zu verwarnen und nicht zu strafen", argumentiert Dr. Barbara Auracher-Jäger, die neue Leiterin des ARBÖ-Rechtsreferats. Die Vollziehung der Fahrradverordnung ist Ländersache, ohne Weisungsrecht des Ministers. Zudem können die Strafen unterschiedlich hoch sein.

Was beim "alten" Drahtesel dringend zu prüfen ist

Die "alten" Drahtesel gilt es auf fünf wesentliche Punkte hin zu überprüfen: Rückstrahler, Licht, Bremsen, Kindersitze und Klingel.

1. Rückstrahler: Auch "alte" Fahrräder müssen künftig zusätzlich zum Licht nicht nur (wie seit 20 Jahren vorgeschrieben) hinten , sondern auch vorne Rückstrahler haben: vorne weiße, hinten rote. Die Lösung für alle, die noch keine Rückstrahler haben: sich Reflektorenstreifen kaufen und kleben. Ab Samstag, 3. Mai gibt es in allen 94-ARBÖ-Prüfstellen für 3,90 Euro ein spezielles Fahrradnachrüstset mit den richtigen Reflektorenstreifen zu kaufen. Die weißen Reflektoren müssen auf die Vordergabel, die roten auf die Hintergabel geklebt werden. Und zwar so, dass sie von vorne bzw. hinten deutlich zu sehen sind.

Die gelben Reflektorenstreifen, die sich ebenfalls in diesem ARBÖ-Set befinden, können zur höheren Sicherheit des Radlers seitlich am Rahmen geklebt werden. Sollten dem alten Fahrrad gar noch die - schon längst vorgeschriebenen! - gelben Rückstrahler an den Pedalen fehlen, sind die gelben seitlichen Reflektorenstreifen zwingend zu kleben, es müssen aber nicht die Pedale selbst sein.

2. Bei Tageslicht und guter Sicht dürfen künftig bei allen Fährrädern, alten wie neuen, Scheinwerfer und Rücklicht abgenommen werden. "Diese Beleuchtungsvorrichtungen müssen aber bei schlechter Sicht, also bei Regen oder Dämmerung, sofort wieder montiert werden", unterstreicht Dr. Auracher-Jäger. Die früher nur für "Mountainbikes" geltende Regel gilt nun für alle.

3. Jedes Rad muss mit zwei voneinander unabhängigen Bremsen ausgestattet sein, etwa mit Vorderbremse plus Rücktrittsbremse. Sie müssen so stark sein, dass bei einer Geschwindigkeit von 20 km/h das Rad binnen vier Sekunden steht. Die ARBÖ-Verkehrsjuristin: "Wie das praktisch zu kontrollieren sein wird, ist noch unklar"

4. Kinder dürfen ausnahmslos nur mehr hinter dem Fahrersattel mittransportiert werden und nicht mehr auf dem Lenkrad. Vorgeschrieben ist ein eigener Kindersitz, der mit dem Fahrradrahmen fest verbunden sein muss und mit Gurt, höherverstellbaren Beinschutz, Fixriemen für Füße und Kopfstütze ausgestattet sein muss. Nur ein Kind darf mitfahren!

5. Das Fahrrad muss entweder über eine Klingel oder eine Hupe (bwz. andere akustische Warnsignale) verfügen.

Bei älteren Modellen ist es höchste Zeit nachzuprüfen, ob die schon seit 20 Jahren geltenden Bestimmungen bisher unerfüllt geblieben sind: So muss jedes Rad mindestens zwei gelbe Rückstrahler aufweisen oder die Radreifen selbst zusammenhängend weiß bzw. gelb leuchten.

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