RK-Wochenendtipp: Aufwärmtraining für Pilzesammler

Wien (OTS) - Die "Böhmische Verpel"(
http://www.wien.gv.at/ma59/pilze/verpel.htm ) , eine Morchelart in
unseren Breiten, ist uns zwar schon durch die Lappen gegangen, die "Halbfreie Verpel", die derzeit etwa im Wienerwald wächst, macht den Verlust aber wieder einigermaßen wett. Näheres über die Welt der Pilze gibt es kommenden Samstag (3.5.) im Naturhistorischen Museum zu hören, wenn Dr. Uwe Passauer, Leiter der Sammlung niederer Pflanzen (Moose, Flechten, Pilze) über "Die wichtigsten Pilze für den Schwammerlsucher" sprechen wird.

Wenn man Passauer, der selbst ein passionierter Schwammerlsucher ist und seinerzeit mit dem bekannten Journalisten und Schwammerlsucher Hugo Portisch eine Pilzebuch verfasst hat, so zuhört, erkennt man in durchwegs angenehmer Weise, wie sehr man mit seinem eigenen Pilze-Wissen, dass aus Parasol, Stein- und Herrenpilz und Eierschwammerln besteht, zu den vielen mykologischen Analphabeten des Landes zählt. Übrigens: Besagte Dreier-Kombination ist erst ab Sommer in den Wäldern zu finden. Laut Auskunft des 61jährigen Botanikers, der selbst in Klausen-Leopoldsdorf wohnt, ist gerade der Wienerwald ein sehr gutes Pilzgebiet. Eine bereits in den 80er Jahren durchgeführte Studie im Gebiet des Lainzer Tiergartens erbrachte etwa, so Passauer, eine "erstaunliche Anzahl verschiedener Pilze". Darunter befanden sich auch einige Neuentdeckungen. Auch die Auen, wie das nahegelegene Leithagebirge, sind durchwegs für eine ergiebige Pilzsuche zu empfehlen. Für den Mai empfiehlt Passauer den "Mairasling"( http://www.wien.gv.at/ma59/pilze/mairitt.htm) , der vorzugsweise auf Wiesen und hier wiederum im dichten hohen Gras wächst. "Leicht zu finden ist er aber nicht", betont aber der Fachmann, der über seinen eigenen bevorzugten Pilz-Standorte im Wienerwald ein Geheimnis macht. Passauers Motto: "So etwas verrät man schlichtweg nicht". Was im ungefähr 1,5stündigen Vortrag am Samstag aber sehr wohl verraten wird, sind mittels etwa 100 Dias eine Unzahl empfehlenswerter Pilze, wie auch deren "giftiges Gegenüber". Interessierte in Sachen Pilzezüchten bekommen ebenfalls praktische Tipps bzw. können sich auch ein künstliches Pilzebeet ansehen.

Tipps für angehende Pilzesucher bietet auch das Pilze-Service des Marktamtes der Stadt Wien an, wo man unkompliziert seine Funde von Fachleuten begutachten lassen kann. Informationen zum nächstgelegenen Beratungsstandort bzw. die Telefonnummern, die Adressen und Dienstzeiten der Bezirksmarktämter erfahren Interessierte über die Hotline des Wiener Marktamtes 4000-8059, über die Stadtinformation 52 550 oder im Internet unter http://www.wien.gv.at/ma59/. Ein umfangreiches Online-Verzeichnis mit Beschreibung und Fotos der in Österreich vorkommenden Pilzarten sind auch unter http://www.wien.gv.at/ma59/pilze/ abzurufen. Besagte Seiten sind aber nur als Information für Pilzesucher gedacht. Ebenso bietet auch die Österreichische Mykologische Gesellschaft (3., Landstrasser Gürtel 3/1/9; gegenüber Südbahnhof) jeweils am Montag ab 18.30 ihr Fachwissen an. Grundsätzlich darf aber Passauers Tipp gelten, "Pilze stehen zu lassen, über die man sich im Unklaren ist."

o Termin: Samstag, der 3. Mai 03
Ort: Naturhistorisches Museum (http://www.nhm-wien.ac.at/)
(1, Burgring 7)
Vortrag: "Die wichtigsten Pilze für Schwammerlsucher"
Beginn: 14.30 Uhr
Der Vortrag ist frei. Es gilt der Eintrittspreis ins Museum. (Schluss) hch

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