OÖ: 1. Mai „Großkampftag" gegen Pensionsraub!

SP-Haider: Regierung hätte gleich auch die Wüste Gobi kaufen können

Linz (OTS) - „Was gestern im Ministerrat beschlossen wurde, ist eine unverfrorene Augenauswischerei und die größte Schröpfaktion aller Zeiten. Die sogenannten Abfederungsmaßnahmen der Schüssel-VP sind nur Kosmetik. Da hätte die Regierung gleich auch den Ankauf der Wüste Gobi beschließen können, um den Menschen ausreichend Sand in die Augen streuen zu können“, kommentiert Oberösterreichs SP-Chef Erich Haider die Pensions„reform".„Alle unter 58 Jahre zahlen voll drauf, besonders schlimm sind die Jüngeren betroffen, die zwischen 25 und 40 Prozent ihrer Pension verlieren werden“. Besonderer Zynismus:
„Der Pensionsraub wird zum gleichzeitig beschlossenen Ankauf der Abfangjäger verwendet! Dieser Doppelbeschluss sichert nicht die Pensionen, sondern nur, dass Generationen sinnlos zahlen müssen!“

„Es hat sich gezeigt, wir richtig wir Sozialdemokraten mit unserem Volksbegehren gegen diese ungeheuerliche Schröpfaktion liegen“, so Erich Haider. „Morgen, am 1. Mai treten wir gegen diese erzkonservative und unsoziale Politik massiv auf. Bei unseren Mai-Kundgebungen bieten wir die Gelegenheit, die Unterstützungserklärungen zur Einleitung unseres Volksbegehrens für sichere Pensionen zu unterschreiben“,wirbt der SP-Landeschef erneut um Unterstützung für seine Initiative.

Wichtig ist dabei, dass zu den Mai-Kundgebungen, bei denen Notare zur Verfügung stehen, Lichtbildausweise mitgenommen werden, weil die zur Einleitung notwendigen Unterschriften notariell beglaubigt werden müssen. Unterstützungserklärungen könnten darüber hinaus auf allen Gemeindeämtern unterschrieben werden.

Die theatralische Ankündigung, die Verluste durch die Verlängerung des Durchrechnungszeitraumes auf 40 Jahre sollen „gedeckelt“ werden, sei ein Hohn. Schon ab 2007 werde allein der Verlust aus der Absenkung des Steigerungsbetrages von 2 auf 1,78 Prozent bei 40 Versicherungsjahren 11 Prozent betragen.

Erich Haider präsentierte auch aktuelle Rechenbeispiele (nach „Kosmetik“)
Quelle AK Oberösterreich

Beispiel 1:

Arbeiter mit 46 Beitragsjahren, geboren 1.8.1944

Stichtag 1.8.2004

46 Beitragsjahre

letztes Einkommen = Euro 2.000,- monatlich

Bemessungsgrundlage = Euro 1.612,-

PENSION BISHER:

46 x 2% = 90% - 10% = 82%, Deckelung mit 80% = Euro 1.289,60 monatlich

PENSION IN ZUKUNFT:

46 x 2% = 90% => max. 80% - 12% = 68% = Euro 1.085,30 monatlich

VERLUST:

€ 204,30 monatlich = -15,8%

zusätzlich 2% Verlust durch verzögerte Pensionserhöhung um 1 Jahr Gesamtverlust – 17,8%

Beispiel 2:

Angestellter, geboren 20.4.1973

Stichtag 1.5.2038

40 Versicherungsjahre, Pension mit 65

Bemessungsgrundlage bisher = Euro 3.000,- monatlich

Bemessungsgrundlage künftig = Euro 2.000,- monatlich durch Ausdehnung des

Bemessungszeitraumes um 25 Jahre auf 40 Jahre

PENSION BISHER:

40 x 2% = 80% = Euro 2.400,- monatlich

PENSION IN ZUKUNFT:

40 x 1,78% = 71,2% = Euro 1.424,- monatlich

VERLUST:

Euro 976,- monatlich = -40,7%

Beispiel 3:

Angestellte, geboren 15.4.1948 (1.5.2008, 60J)

Stichtag 1.3.2005 (3 J u 2 Mo früher)

37,5 Versicherungsjahre

Erwerbstätigkeit unterbrochen durch Kindererziehung

Bemessungsgrundlage = Euro 1.500,- monatlich

PENSION BISHER:

37,5 x 2% = 75% - 9,5% = 65,5% = Euro 982,50 monatlich

PENSION IN ZUKUNFT:

37,5 x 1,908% = 71,55 - 8,88% = 62,67% von 1.470,- = Euro 921,25 monatlich

VERLUST:

Euro 61,25 = monatlich – 6,2%

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