Österreichs Nationalparke wachsen

Bundesforste bringen 24.000 Hektar ein Wien (OTS) - Der 1. Mai wird ein historischer Tag für den Nationalpark Oberösterreichische Kalkalpen: im Rahmen des Nationalpark-Erweiterungsfestes in Molln bringen die Bundesforste 2.383 ha Fläche in den Nationalpark ein. Auch der Nationalpark Hohe Tauern wächst dank der Bundesforste, die hier über 21.000 ha zusätzlicher Fläche beitragen.

Im Nationalpark Oberösterreichische Kalkalpen bringen die Bundesforste eine Fläche von fast 2.400 ha ein, was eine Vergrößerung um 13% bedeutet. Dieses Wachstum wird morgen im Rahmen eines Festaktes mit Landeshauptmann Pühringer im Nationalpark Zentrum Molln besiegelt. "2002 war das bisher beste Nationalpark-Jahr in der Geschichte der Bundesforste. Und diesen Trend wollen wir 2003 fortsetzen", so Bundesforste-Vorstand Georg Erlacher. "Wir haben über 24.000 ha in die Nationalparke Hohe Tauern und Oberösterreichische Kalkalpen neu eingebracht. Diese Fläche entspricht rund der Hälfte Wiens."

Mit den neuen Bundesforste-Flächen wird der Nationalpark um wichtige Biotoptypen wie den montanen Fichten-Tannen-Buchen-Wald ergänzt. Zusätzlich werden nun ganze Täler, so beispielsweise der Wilde Graben, als in sich geschlossene Lebensräume einbezogen. Zum Schutz gefährdeter Tierarten wie etwa des Auerwilds ist diese umfassende Lösung optimal. In den Oberösterreichischen Kalkalpen sind die Bundesforste nicht nur als Eigentümer von 84 % der Flächen präsent, sondern sorgen durch das Know-how ihrer Mitarbeiter für nachhaltige Naturraumbetreuung, Schutz von Wildtieren, laufende Verbesserung der Infrastruktur und reibungslos funktionierendes Besuchermanagement. Dieser permanente Interessenausgleich zwischen Besuchern und der Natur, die es zu schützen gilt, setzt hohe Anforderungen an die Mitarbeiter der Bundesforste. Regelmäßige Kommunikation mit Partnern, Besuchern und Anrainern, großes Fingerspitzengefühl und glaubwürdiges Engagement machen den Vertragsnaturschutz der Bundesforste bereits seit Jahren zum vollen Erfolg. Darunter ist der vertraglich festgelegte, bezahlte Naturschutz auf einem bestimmten Gebiet zu verstehen.

Nationalpark Hohe Tauern
Beträchtlich gewachsen ist auch der Nationalpark Hohe Tauern. Allein im Salzburger Anteil des Nationalparks wurden durch die Bundesforste fast 21.000 ha bewirtschaftbare Flächen außer Nutzung gestellt und in den Nationalpark eingegliedert. Auch im Kärntner Teil kamen zusätzlich 500 ha dazu. Die Einbringung in den Nationalpark garantiert, dass auf diesen Flächen kein Eingriff in die Natur vorgenommen wird. Jagd ist in diesem Bereich verboten, und forstwirtschaftliche Arbeiten dienen nur ökologischen Schutz- und Erhaltungszwecken. Damit steigen die Chancen für die internationale Anerkennung des Nationalparks Hohe Tauern durch die IUCN, die Internationale Union zum Schutz der Natur und der Natürlichen Ressourcen, erheblich. Der Nationalpark bemüht sich schon seit zwei Jahren um diese Anerkennung. Die Jagd war dafür bisher das größte Hindernis, das nun durch eine Einigung mit der Jägerschaft überwunden werden konnte. Auch eine Bewerbung als UNESCO-Weltkulturerbe wurde eingereicht. Bereits jetzt besteht der flächenmäßig größte Vertragsnaturschutz in Österreich zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und den Bundesforsten.

Nationalpark Donauauen
Auch im Nationalpark Donau-Auen sind die Bundesforste aktiv. Über die Forstverwaltung Eckartsau beteiligen sie sich am Management des Nationalparks und erbringen dort Leistungen in Sachen Wald- und Wildtiermanagement, Naturschutz sowie Umwelt- und Naturbildung. Mit 4.200 ha betreuen sie rund 45% der Gesamtfläche. Besonders hervorzuheben ist dabei die Verantwortung der Forstverwaltung in Schloss Eckartsau für die Betreuung und Information der Nationalpark-Besucher. Das kontinuierlich ausgebaute Informationsangebot stößt auf reges Interesse, gerade bei Kindern. Mit ein Grund, warum im vergangenen Jahr das Jugendcamp Meierhof neben dem Schloss in Betrieb genommen wurde. Schul- und Jugendgruppen können dort bei mehrtägigen Aufenthalten den Nationalpark und seine tierischen Bewohner genau kennen lernen und Natur pur erleben. Für 2003 ist dazu noch der Ausbau der Infostelle geplant.

Diese vielfältigen Leistungen lassen Bundesforste-Vorstand Georg Erlacher zufrieden Bilanz ziehen: "Wir haben uns in den letzten Jahren besonders stark und immer professioneller für die Erhaltung und Ausweitung der Nationalparke eingesetzt. Dabei kümmern wir uns nicht nur um die Ökologie, sondern ganz im Sinne der Nachhaltigkeit auch immer um die Menschen." So werden jährlich hohe Beträge in den Auf- und Ausbau von ökologisch verträglichen Routennetzen für Wandern, Reiten oder Mountainbiking investiert und für Schulen geführte Wildbeobachtungen, Bootstouren oder Projektwochen organisiert. "Die Besucherzahlen und das große Interesse an unseren Angeboten bestätigen den Weg der Bundesforste im Naturschutz. Allein den Nationalpark Donauauen nutzen jährlich über eine Million Menschen für ihre Freizeitgestaltung", so Erlacher abschließend.
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