1. Mai: Tumpel fordert von der Regierung: "Schafft endlich Arbeit!"

Statt ständig neue, billige Ausreden für ihr Nichstun zu finden, soll die Regierung endlich für mehr Beschäftigung sorgen

Wien (AK) - "Schafft endlich Arbeit und schafft sie schnell!" Das fordert AK Präsident Herbert Tumpel von der Regierung anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai. Als "unerträglich und verantwortungslos angesichts von mehr als 276.000 Arbeitsuchenden und zehntausenden Jungen, die gar keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen" kritisiert Tumpel die Untätigkeit der Regierung: "Die Koalition rührt keinen Finger für mehr Arbeitsplätze, sondern verschärft die Lage für Arbeitsuchende noch zusätzlich - und das ganz bewusst." Die so genannte Pensionsreform bedeutet, dass zehntausende Menschen zusätzlich Arbeit brauchen werden. "Woher diese zusätzlichen Arbeitsplätze aber kommen sollen, kümmert die Regierung nicht", sagt Tumpel. Dazu kommen aber bis 2006 noch zusätzliche 70.000 Arbeitskräfte aus dem Ausland - wegen der EU-Erweiterung und weil die Regierung auf Zuruf der Wirtschaft noch mehr Saisoniers, Praktikanten und Grenzgänger ins Land holt. Als "puren Zynismus" kritisiert der AK Präsident die Unternehmer-Forderungen nach Lohnkürzungen, weniger Schutz für ältere Arbeitnehmer und noch viel mehr billigen ausländischen Arbeitskräften. "Die Unternehmer sollen endlich selbst etwas für die Aus- und Weiterbildung tun", verlangt Tumpel. Der AK Präsident fordert mehr Geld für die Weiterbildung, mehr Lehrstellen, endlich genügend Plätze an den berufsbildenden Schulen, damit die Jungen die Ausbildung bekommen, die sie wollen und brauchen. Dem Sozialbetrug durch Schwarzunternehmer muss ein Riegel vorgeschoben werden. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen steuerlich entlastet werden, das würde die Wirtschaft ankurbeln. "Statt immer nur nach neuen, billigen Ausreden für ihr Nichtstun zu suchen, soll die Regierung endlich handeln", sagt Tumpel, "der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, für mehr Beschäftigung muss Vorrang haben - das fordere ich von der Regierung ein." ****

276.000 Menschen suchen in Österreich Arbeit. 7.700 Mädchen und Burschen suchen dringend eine Lehrstelle - die Wirtschaft bietet aber nur 2.800 freie Plätze an. Die Unternehmen geben nur jedem dritten Arbeitnehmer die Chance, sich im Betrieb weiterzubilden. "Statt diese Fakten schönzureden soll die Regierung endlich handeln", verlangt Tumpel.

Statt die Lage auf dem Arbeitsmarkt durch eine Husch-Pfusch-Pensionsreform noch zu verschärfen verlangt Tumpel mehr Geld für eine aktive Arbeitsmarktpolitik, für die Aus- und Weiterbildung Arbeitsuchender. Statt weiterer Geldgeschenke für sehr gut verdienende Unternehmer und Freiberufler fordert Tumpel eine steuerliche Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Statt noch mehr Praktikanten, Grenzgänger und Saisoniers ins Land zu holen verlangt Tumpel endlich wirksame Maßnahmen gegen den organisierten Sozialbetrug durch Schwarzunternehmer. Tumpel: "Der Weg für mehr Beschäftigung ist klar, die Regierung muss nur endlich losmaschieren."

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