WWF in Waldfragen unglaubwürdig

Weltweit größter zertifizierter Kahlschlag im FSC-Forst

Wien (OTS) - Der WWF behauptet in einer Aussendung zum Tag des Baumes, dass in der Steiermark und in Kärnten ganze Berghänge durch Kahlschläge entwaldet werden. "Das ist haarsträubender Unsinn und jeder Österreicher kann sich selbst von der Unwahrheit dieser Behauptung überzeugen", empört sich Christian Brawenz, Generalsekretär des Hauptverbandes der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe.

In Österreich gilt eines der strengsten Forstgesetze Europas, das Kahlschläge im herkömmlichen Sinn verbietet: Erlaubt sind lediglich Nutzungen in kleinem Ausmaß von einem halben Hektar. In streng behördlich kontrollierten und bewilligungspflichtigen Fällen können bis zu zwei Hektar geerntet werden. Wenn der WWF hier von "großflächigem Kahlschlagbetrieb" spricht, so ist das völlig absurd und böswillig. Die österreichische Familienforstwirtschaft arbeitet aus Tradition äußerst kleinräumig und naturnahe. Das wird in Studien immer wieder bestätigt.

Besonders unverschämt ist in diesem Zusammenhang die Anpreisung der FSC-Zertifizierung als Schutz vor Kahlschlägen. Wie eben bekannt wurde, hat der vom WWF hoch gelobte FSC den sogenannten Gordon-Cosen-Wald des Forstindustrie-Riesen "Tembec" in Kanada zertifiziert. Im Earth Roots Report der Umweltorganisation Sierra Club wird aufgedeckt, dass dieser FSC-zertifizierte Wald einen der weltweit größten Kahlschläge von 10.257 Hektar (!) aufweist. Das entspricht einer Fläche von 17.000 Fußballfeldern in einem Stück. Aus dem Bericht geht weiters hervor, dass die in Ontario erlaubte Kahlschlagfläche von 260 Hektar in 85 Prozent der Fälle von dem FSC-zertifizierten Kahlschlagprofi überschritten werden soll. "Der WWF sollte bei solchen für österreichische Verhältnisse ungeheuerlichen Zuständen beim FSC auf jede Bewerbung dieses fragwürdigen Zertifikats verzichten und stattdessen die österreichische Familienforstwirtschaft als Vorbild empfehlen", so Brawenz. "Das PEFC-Zerifikat entspricht den kleinräumigen Strukturen in Europa und hat die Vorgaben der Forstministerkonferenz zum Schutz der Wälder umgesetzt."

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