Wien: m-parking startet im Oktober

Test-Urteil der Pilot-Teilnehmer: 90 Prozent "sehr gut" oder "gut"

Wien (OTS) - "Die positiven Erfahrungen der m-parking Pilotphase haben uns in unserer Absicht bestätigt, das elektronische Parken in Wien künftig im Regelbetrieb zu ermöglichen", erklärte Wiens Finanz-und Wirtschaftsstadtrat Dr. Sepp Rieder am Freitag im Rahmen eines Mediengespräches. "Damit startet nicht nur eines der größten E-Government-Projekte Österreichs, sondern wird auch ein neuer Maßstab in puncto Bürger- und Kundennähe gesetzt." Jetzt, so Rieder, werde mit der Beschaffung der passenden Hardware (rund 200 Kontrollterminals, Drucker etc.) begonnen, im Oktober werde mit dem Regelbetrieb gestartet.

An dem Mediengespräch nahmen neben Rieder die Generaldirektoren von Siemens Österreich, Dipl.-Ing. Albert Hochleitner sowie von mobilkom austria, Dipl.-Ing. Dr. Boris Nemsic, teil.****

Pilotprojekt m-parking: Überwältigend positives Echo

Im Dezember 2002 wurden aus rund 5000 Anmeldungen 1000 Teilnehmer für den Pilotbetrieb m-parking ausgewählt, der von Jänner bis März 2003 lief. Von diesen haben 84 Prozent oder 872 Personen m-parking regelmäßig genutzt. Gebucht wurden dabei mehr als vier Millionen Parkminuten, das sind mehr als 70.000 Stunden, das entspricht fast 50.000 Parkscheinen.

Wissenschaftlich begleitet und evaluiert wurde der Pilotbetrieb vom Verkehrsplaner Dr. Max Herry. Aus dieser Begleitstudie geht hervor, dass durchschnittlich mehr als 90 Prozent der Teilnehmer m-parking mit "sehr gut" bis "gut" bewerteten. Im Zuge des Pilotbetriebes wurden laufend Verbesserungen realisiert, so wurden insgesamt 18 Software-Versionen im Laufe des Betriebs eingesetzt. 73 Prozent der Teilnehmer am Pilotbetrieb waren Männer, 7 Prozent wohnten nicht in Wien.

Partner: Siemens Business Services und Mobilkom Austria

Siemens Business Services realisierte in Generalunternehmerschaft gemeinsam mit mobilkom austria die technische Lösung für m-parking. Aus zahlreichen innovativen Projekten im öffentlichen Bereich bringt Siemens umfassendes Know-how für m-parking mit. "Innovation heißt nicht immer, neue Technologien zu erfinden. Innovation heißt auch, bestehende Technologien zu intelligenten Lösungen zu verbinden", so Dipl.-Ing. Albert Hochleitner, Generaldirektor der Siemens AG Österreich. Die herausragende Kompetenz von Siemens Österreich im Bereich E-Government hat dazu geführt, dass bei Siemens Business Services in Wien ein weltweites Competence Center für E-Government angesiedelt wurde. Mobile Anwendungen wie m-parking spielen dabei eine wesentliche Rolle: Die beiden Konsortialpartner mobilkom austria und Siemens hatten im Pilotprojekt unterschiedliche Verantwortungsbereiche: mobilkom austria die Telekommunikationsinfrastruktur, Applikationen und Paymentprozesse, Siemens die "IT Landschaft" und Endgeräte.
mobilkom austria setzt auf Technologien und Anwendungen, bei denen der unmittelbare Nutzen für den Kunden gegeben ist. Das gemeinsam mit Siemens entwickelte System trägt wesentlich zu einer Vereinfachung der Parkraumbewirtschaftung bei und zeigt deutlich die Vorteile mobiler Technologie für jeden einzelnen. "Wir waren von Anfang an vom Erfolg des Projekts m-parking überzeugt, weil wir diese Lösung als einen weiteren Schritt in eine Zukunft sehen, die dem Menschen aufgrund innovativer Lösungen mehr Flexibilität und Zeitersparnis bringt", erklärt Dipl.-Ing. Dr. Boris Nemsic, Generaldirektor, mobilkom austria. "Unser Enthusiasmus für dieses Projekt wurde durch die positiven Ergebnisse der Pilotphase bestätigt". Neben dem technologischen Know-how konnte mobilkom austria vor allem im Abrechnungssystem punkten: Mit der Bank-Lizenz - in Form der 100%igen Tochter A1 Bank - hat mobilkom austria alle rechtlichen Voraussetzungen, um die Gelder
aus der Parkraumbewirtschaftung für die Stadt Wien zu verwalten. Auch aus Sicht der Autofahrer ist die Abrechnung einfach: Kunden aller Mobilfunknetzbetreiber - auch Benutzer von Wertkartenhandys - können bequem über das paybox System bezahlen. Bei diesem besonders sicheren System ist der Benützer authentifiziert und kann jederzeit und überall sein Parkkonto aufladen. Für m-parking Benützer, die ihren elektronischen Parkschein über paybox bezahlen, entfallen darüber hinaus sämtliche paybox Grundgebühren.

Siemens Österreich: Innovationsfabrik für Mobile Business

Die Anwendung m-parking wurde in der Siemens "Innovationsfabrik" Programm- und Systementwicklung (PSE) programmiert. Mit der PSE verfügt Siemens Österreich über eine eigene Software-Schmiede mit über 4.500 MitarbeiterInnen, in der Mobile Business-Lösungen entwickelt werden. m-parking wird von Siemens Business Services auf 10 Jahre im größten industriellen Rechenzentrum Österreichs am Standort Wien-Floridsdorf betrieben. Für eine größtmögliche Ausfallssicherheit ist als weiterer Standort das im letzten Jahr eröffnete Siemens-Rechenzentrum im burgenländischen Neutal über Glasfaserleitungen angebunden.

Das Competence Center für E-Government bündelt die weltweite Erfahrung des Unternehmens im Bereich E-Government und stellt das Know-how für Projekte auf der ganzen Welt zur Verfügung: Aktuell werden die Anforderungen der EU-Beitrittskandidaten erhoben und ein EU-Angebot für E-Government erarbeitet. Ausschlaggebend für die Ansiedelung des Centers of Competence Government in Österreich sind die ausgezeichneten Erfahrungen bei Projekten im öffentlichen Bereich sowie die Erfahrung aus der Geschäftsverantwortung für Südosteuropa. Siemens Business Services Österreich verantwortet im IT-Dienstleistungsgeschäft den Geschäftsaufbau in der Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Albanien sowie für die Union Serbien und Montenegro.

Bei Mobile Business verfügt Siemens als Anbieter von Mobilfunk-Technologie über beste Voraussetzungen. Siemens ist weltweit unter den drei führenden Ausstattern für Mobilfunk-Infrastruktur bei Netzbetreibern und hält in Österreich den zweiten Platz am Handymarkt. Damit ist Siemens prädestiniert, maßgeschneiderte Anwendungen für Mobile Business anzubieten -durchgängige End-to-End-Lösungen, abgestimmt auf Netzinfrastruktur und Endgeräte.

Mobilkom Austria: Richtungsweisend Im M-Commerce

Die Unternehmensstrategie von mobilkom austria ist es, technologische Innovationen möglichst rasch zu realisieren und in Form von benutzerfreundlichen Produkten und Services auf den Markt zu bringen. Jüngstes Beispiel hierfür ist m-parking, das mobile Park-System, das allen Handy-Besitzern zu jederzeit das Lösen und Bezahlen eines Kurzparkscheins ermöglicht. Auch bei dieser mobilen Anwendung steht die Convenience für den Handy-User im Vordergrund und vereinfacht das Parken. Die A1 Bank und das System der paybox bilden die idealen Rahmenbedingungen für die Zahlungsabwicklung. Über paybox haben die Kunden überall und jederzeit die Möglichkeit, ihr Parkkonto sofort nachzuladen - einzig und allein das Handy ist dafür notwendig. Die A1 Bank verwaltet die eingezahlten Beträge und garantiert so der Stadt Wien die Einnahmen aus den Parkscheinerlösen.

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