SV der gewerblichen Wirtschaft weist ÖGB-Behauptungen entschieden zurück

Linz (PWK244) - Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) weist die sie betreffenden Behauptungen in der ÖGB-Resolution vom 24. April 2003 aus triftigen und nachvollziehbaren Argumenten entschieden zurück. In der SVA-Klarstellung werden die tatsächlichen Fakten aufgelistet:

Selbständige haben keinen "Mit-Financier"
Die unterschiedlichen Beitragssätze (im ASVG 22,8 %, im GSVG 15,0 %) resultieren aus der Tatsache, dass es bei den Selbständigen keinen "Dienstgeberanteil" gibt. Ein Unselbständiger zahlt für seine Pension 10,25 % der Beitragsgrundlage, die restlichen 12,55 %, (also mehr als die Hälfte des Gesamtbeitrages) zahlt der Dienstgeber. Der Selbständige hat niemanden, der zumindest einen kleinen Teil seiner Beitragsbelastung übernehmen würde, er zahlt für seine Pension somit die gesetzlich vorgegebenen 15 %.

ÖGB lässt Wanderversicherungsverluste unter den Tisch fallen
Für das Ausmaß der Bundeszuschüsse zu den GSVG-Pensionen sind vor allem die hohen "Wanderversicherungsverluste" ausschlaggebend: Die ASVG-Beiträge jener Gewerbetreibenden, die in früheren Lebensabschnitten unselbständig tätig waren, werden nicht an die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft übertragen und können somit nicht nur Pensionsfinanzierung nach dem GSVG herangezogen werden.

Eigenleistung beträgt 85 %
Rund 48 % der Pensionsaufwendungen wurden im Jahr 2002 durch direkte Beitragszahlungen der Versicherten (882 Mio. EUR) aufgebracht. Weitere 37 % (677,8 Mio. EUR) machten die Netto-Wanderversicherungsverluste aus, sodass die Gewerbepension eigentlich zu 85 % durch Eigenleistungen der Gewerbebetreibenden und Freiberufler finanziert wurde. Der zur Finanzierung der Pensionsleistungen erforderliche Bundeszuschuss würde daher korrekterweise lediglich 15 % (270,2 Mio. EUR) betragen, nicht jedoch 52 %, wie bei oberflächlicher Betrachtung seitens des ÖGB angenommen.

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