ORF-Pressekonferenz zur Halbzeit der Dreharbeiten von "Marie Bonaparte"

Catherine Deneuve: "Ich war immer für das Besondere"

Wien (OTS) - Rund vier Wochen Drehzeit in Wien hat Weltstar Catherine Deneuve hinter sich gebracht: Aus diesem Anlass fand im Anschluss an die Dreharbeiten zur historischen ORF-Koproduktion "Marie Bonaparte" gestern, am Donnerstag, dem 24. April 2003, eine Pressekonferenz in Wien statt. "Ich verstehe mich eigentlich als Filmschauspielerin und habe dem Fernsehen gegenüber gemischte Gefühle", erklärte die Grande Dame des französischen Films ihre Zurückhaltung bei Fernsehfilmen. "Marie Bonaparte" ist erst die zweite Fernseharbeit in ihrer langen erfolgreichen Karriere. Ihre Meinung hat sich in den vergangenen Jahren deshalb geändert, weil "ich immer für das Besondere war. Und es gibt besondere Geschichten, die man nur in drei Stunden und damit nicht im Kino erzählen kann. Geschichten wie diese, die nur im Fernsehen abgehandelt werden können", so Deneuve.

Traumbesetzung Catherine Deneuve und Heinz Bennent

Als "Marie Bonaparte", enge Vertraute und Schülerin von Sigmund Freud, rettet Catherine Deneuve dem Vater der Psychoanalyse das Leben, indem sie ihm zur Flucht vor dem Naziregime verhilft. Freud wird von Charakterdarsteller Heinz Bennent gespielt, mit dem "die Deneuve" schon 1980 in François Truffauts Meisterwerk "Die letzte Metro" vor der Kamera stand. "Als ich ihm wieder begegnete, hat dies zwar keine nostalgischen Gefühle in mir ausgelöst, es war eher als treffe ich einen alten Freund wieder, den ich lange nicht gesehen habe." Deneuve und Bennent sind für Regisseur Benoît Jacquot eine wahre Traumbesetzung. "Den Freud zu besetzen, war für mich am schwierigsten. Als Catherine mir Heinz Bennent vorgeschlagen hat, war ich begeistert. Und sie selbst ist ohnedies eine der größten Schauspielerinnen Frankreichs und auch weltweit. Sie hat in vielen Meisterwerken gespielt und zählt zur allerersten Liga." Für die Ausstrahlung seines jüngsten Werkes hofft Jacquot, "dass der Film den Leuten durchaus etwas zu sagen hat und er die heutigen Zuseher sehr ansprechen und berühren wird".

Ausstrahlung im ORF 2004: "Großes europäisches Filmereignis"

ORF-Filmchef Dr. Heinrich Mis, der sich persönlich als großer Verehrer von Catherine Deneuves Schauspielkunst deklarierte, kündigte die für 2004 im ORF geplante Ausstrahlung von "Marie Bonaparte" "als großes europäisches Filmereignis, das auch mit vielen hochkarätigen österreichischen Schauspielern besetzt ist", an. "In diesem Projekt sind unsere Gelder sehr gut aufgehoben" betonte Mis.
Zur Finanzierung dieses Films mit einem Gesamtproduktionsvolumen von rund 6,5 Millionen Euro waren 13 Partner notwendig, denen der ausführende österreichische Produzent Oswald von Wolkenstein Dank aussprach - darunter die Sender ORF, ARTE, France 2 und MDR ebenso Filmförderer wie Filmfonds Wien oder Media Desk.
Die Dreharbeiten zu "Marie Bonaparte" laufen bis Ende Mai in Österreich, ein abschließender Drehtag wird in Frankreich absolviert.

Mehr Informationen zur Produktion finden Sie auf der Internet-Adresse http://orfprog.apa.at/ORFProg.

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