Pensionen: AK-Vorstand unterstützt Streikbeschluss

Klagenfurt (OTS) - Der Vorstand der Arbeiterkammer Kärnten sprach sich heute einstimmig gegen den Pensionsentwurf der Bundesregierung aus. "Die Ablehnung dieser Pläne geht quer durch ganz Österreich. Die Konsequenz muss sein, dass das vorliegende Modell auf keinen Fall beschlossen wird", betonte AK-Präsident Günther Goach.
Der Vorstand der Arbeiterkammer Kärnten schloss sich damit dem Vorschlag der Sozialpartner an, dass die Regierung diesen Reformentwurf zurückstellen muss und die Sozialpartner stattdessen bis Ende September ein auf breiter Basis erarbeitetes Konzept für eine Pensionsreform vorlegen. "Es geht um eine gerechte, soziale und umfassende Änderung des Pensionssystems. Es geht aber auch um den sozialen Frieden in Österreich", betonte AK-Präsident Goach im Hinblick auf den Streikbeschluss des ÖGB.
Sollte die Bundesregierung von ihrem Entwurf nicht abrücken, dann bliebe den Arbeitnehmern keine andere Wahl als die Arbeit niederzulegen, signalisierte der AK-Vorstand Unterstützung für die österreichweiten Streikpläne des ÖGB.
Das vorliegende Paket bringe Pensionskürzungen bis zu 40 Prozent und sei eine reine Geldbeschaffungsaktion auf dem Rücken der Arbeitnehmer", kritisierte der AK-Vorstand. Ziel einer Reform soll Pensionsgerechtigkeit sein. Unterschiedliche Regelungen müssen vereinheitlicht werden. Alle bestehenden Systeme müssen einbezogen werden, fordert die Arbeiterkammer.
"Arbeitnehmer finanzieren ihre Pensionen zum Großteil selbst. Bei den Selbstständigen und Bauern ist das nicht der Fall", betonte Goach. Bei Arbeitern und Angestellten zahlt der Staat pro 100 Euro Pension nur 14 Euro dazu. Bei den Selbstständigen und Bauern beträgt der Bundeszuschuss hingegen 58 Euro pro 100 Euro Pension. "Diese Ungerechtigkeit muss beseitigt werden", verlangt Goach.

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