SPÖ-Frauenberger empört über ignorantes Verhalten von Bundeskanzler Schüssel

Pensionsreform: Frauen besonders benachteiligt - Katastrophale Pensionsentwicklung programmiert

Wien (SPW-K) - Für die Wiener SPÖ-Gemeinderätin Sandra Frauenberger ist das sture Festhalten der ÖVP/FPÖ-Koalition an ihrem Pensionsreform-Entwurf "inakzeptabel". In einer
Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien am Freitag bezeichnete sie die Haltung des Bundeskanzlers, die Sozialpartner mit ihren berechtigten Forderungen ganz einfach abblitzen zu lassen, als "Kampfansage an alle berufstätigen Frauen, die einmal mehr den autoritären Wesenszug Schüssels charakterisiert. Diesen Affront werden sich die Frauen, die die Hauptleidtragenden der Pensionszerschlagungsaktion der Regierung sind, nicht gefallen lassen. Sie werden alle Hebel in Bewegung setzen, um den unsozialen Anschlag abzuwehren", kündigte Frauenberger an. ****

Was die SPÖ-Mandatarin besonders ärgert, ist "die Tatsache, dass die einschneidenden Veränderungen ohne Diskussion ganz einfach dekretiert werden. Kommen die Änderungen in der vorliegenden Form, dann ist eine katastrophale Pensionsentwicklung für die Frauen bereits programmiert. Viele Frauen würden in die Armut getrieben, weil ihr Einkommen nach dem Berufsleben ganz einfach nicht existenzsichernd sein wird", befürchtet die Politikerin. In diesem Zusammenhang wies sie auf die von ihr gestern im Landtag präsentierten Beispiele gravierender Pensionskürzungen hin, die bei Frauen bis zu 50 (!) Prozent betragen können. "Das ist ein Skandal, noch dazu wo die Regierung überhaupt keinen Finger dafür rührt, die krassen Benachteiligungen für Frauen beim Einkommen, am Arbeitsmarkt, im Bereich der besseren Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie, zu beseitigen", betonte Frauenberger. Der Wunsch der meisten Frauen nach stärkerer - auch finanzieller - Eigenständigkeit werde, so die Gemeinderätin, durch die ÖVP/FPÖ-Koalition bewusst ignoriert, ja sogar noch bestraft.

Die von der ÖVP/FPÖ-Koalition vorgesehene Pensionsreform verdiene diesen Namen nicht, führte Frauenberger weiter aus. Sie negiere auf besonders zynische Weise die Interessen der ArbeitnehmerInnen und sei schlichtweg ein weiteres Beispiel für die Feindlichkeit gegenüber den Wünschen von Frauen, ihr Leben frei von Zwang und finanziellen Abhängigkeiten durch andere, selbst zu gestalten. Damit setzt die ÖVP/FPÖ-Bundesregierung einen weiteren fatalen Schritt zurück in das 19. Jahrhundert. "Die Frauen werden sich aber die penetrante Ignoranz ihrer Anliegen durch die ÖVP/FPÖ-Bundesregierung sicherlich nicht länger gefallen lassen", gab sich Frauenberger abschließend überzeugt. (Schluss)

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