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Ungarns schönste Landschaften: Das Donauknie

Wien (OTS) - Das nördlich von Budapest liegende Donauknie ist
einer der schönsten Abschnitte im gesamten Flußverlauf, sicher jedoch die malerischste Landschaft an der ungarischen Donau. Es ist geprägt von dichten Auwäldern und eindrucksvollen Berghängen an beiden Ufern, aber auch durch historische Städte und typische kleine Dörfer.

Bei Ezstergom (Gran) bricht die Donau durch die Gebirgszüge des Börzsöny und Pilis und bahnt sich ihren Weg in einer mächtigen Kurve nach Süden Richtung Budapest. Gleich zu Beginn thront oberhalb des Flusses die prunkvolle Basilika, Ungarns größte katholische Kirche, mit ihrer mächtigen Kuppel, die einen Durchmesser von 33,5 m aufweist. Sie war lange Zeit Krönungskirche der ungarischen Könige und ist bis heute Sitz des Oberhauptes der Katholiken in Ungarn. Daneben erheben sich die immer noch beeindruckenden Reste der einstigen Arpadenburg, die im Burgmuseum teilweise wieder hergestellt wurde. Der älteste erhaltene Teil ist die Burgkapelle aus dem 12. Jahrhundert, deren gotisches Rosettenfenster das Wahrzeichen der Stadt ist.

Etwas weiter stromabwärts, kurz vor der eigentlichen Biegung, erhebt sich am rechten Donauufer die Königsburg von Visegrád (Plintenburg), der einstige Sommersitz der ungarischen Könige. Die obere Burg wurde von König Béla IV. Mitte des 13. Jahrhunderts begonnen, die mittlere und untere Burg folgten nach 1320. Visegrád galt damals als sicherste Festung Ungarns und beherbergte lange Zeit die Königsinsignien und die Stephanskrone. Eine zweite Blüte erlebte sie im 15. Jahrhundert unter König Matthias, der die Burg von italienischen Meistern im Renaissancestil umbauen ließ. Der älteste Teil des 1542 durch einen Brand zerstörten Palastes ist der sechseckige Salomon-Turm. Von Visegrád führen herrliche Wanderwege ins Pilisgebirge, unter anderem zur wildromantischen Rám-Schlucht. Ein wenig im Schatten dieser beiden bekanntesten Eckpfeiler des Donauknies stehen einige andere, nicht minder interessanten Orte entlang dieser einzigartigen Flußlandschaft.

Im Städtchen Nagymaros (Großmarosch) gibt es eine sehenswerte Kirche aus dem 14. und 15. Jahrhundert, deren Turm noch im Originalzustand erhalten ist. Vom Julianus-Aussichtsturm hat man einen herrlichen Panoramablick über das Donauknie.

Vác (Waitzen) liegt direkt am Knick am linken Ufer und wurde bereits von König Stephan I. zum Bistum erklärt. Das heute barocke Stadtbild entstand nach der fast vollständigen Zerstörung der Stadt während der Türkenzeit. Die Franziskanerkirche mit dem Ordenshaus wurde aus den Steinen des alten Domes erbaut. Eine Rarität ist ein Tabernakel aud venezianischen Spiegelplatten in der Piaristenkirche. Berühmt ist das Wahrzeichen der Stadt, das Steinerne Tor, ein Triumphbogen, der 1764 zu Ehren des Besuches von Maria Theresia erbaut wurde.

Einer der zauberhaftesten Orte am südlichen Ausgang des Donauknies ist das Künstlerstädtchen Szentendre (Sankt-Andrä), bereits im 2. Jh. unter dem Namen Ulcisia Castra wichtige Station des Donau-Limes. Das heutige Stadtbild ist seit dem 18. Jahrhundert nahezu unverändert, das fast mediterrane Flair wird belebt durch die Künstlerkolonie, die sich hier angesiedelt hat. Sehenswert sind die katholische Kirche mit einer der ältesten Sonnenuhren, sowie das vielleicht schönste Ethnographische Freilichtmuseum Ungarns.

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