Siegerprojekt für neues Klagenfurter Bezirksgericht präsentiert

LH Haider und Minister Böhmdorfer gratulierten den Projektsiegern - Hohe Landesauszeichnung an Chromy und Buresch

Klagenfurt (LPD) - Klagenfurt erhält am Beginn der Feldkirchner Straße 4 und nahe am Zentrum einen modernen Gebäudekomplex mit öffentlicher und privater Nutzung und damit auch einen städtebaulich hochinteressanten Akzent. Heute wurde das Siegerprojekt eines europaweit ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) präsentiert. Das Projekt der beiden Architekten Mag. Adrian Martin Bucher und DI. Arkan Zeytinoglu (Wien) wurde von einem Preisgericht (Vorsitz Architekt Peter Lorenz, Innsbruck) mit dem ersten Preis ausgezeichnet und wird somit zur Realisierung kommen. Insgesamt waren im zweistufigen Wettbewerbsverfahren 75 Arbeiten eingereicht worden.

Bundesjustizminister Dieter Böhmdorfer und Landeshauptmann Jörg Haider gratulierten den Preisträgern und dankten der BIG für die gute Kooperation. Der Landeshauptmann dankte vor allem dem Justizminister dafür, dass er diese Variante mit öffentlichen und privaten Nutzern in Klagenfurt ermöglicht habe. Mit der BIG seien viele wichtige Vorhaben wie etwa die Uni-Erweiterung oder das Bezirksgericht Spittal/Drau umgesetzt worden und weitere wie beispielsweise Schulausbauten stehen bevor. Die BIG habe Vorbildfunktion, lobte der Landeshauptmann die Art der Umsetzung von Bauten nach entsprechenden Wettbewerben. In diesem Zusammenhang erwähnte Haider auch das öffentliche Investitionspaket in Kärnten zur Förderung der Wirtschaft, zur Sicherung der Arbeitsplätze und zur Verbesserung der Infrastruktur, das allein für heuer 1,7 Milliarden Euro ausmache.

Den beiden Chefs der BIG, Hartwig Chromy und Gerhard Buresch, dankte der Landeshauptmann persönlich und namens des Landes. Für ihre Verdienste überreichte er ihnen als sichtbares Zeichen jeweils das Große Ehrenzeichen des Landes in Gold.

Justizminister Böhmdorfer sagte, dass er besonderes Augenmerk auf funktionsgerechte Justizbauten lege, was früher nicht der Fall gewesen sei. Es gehe weiters um wirtschaftliche Führung, wobei nicht beim Personal gespart werde, sondern bei der Organisation. Er erwähnte, dass auch der Justizpalast in Wien modern umgebaut werde. Die Justizanstalt Rottenstein, die nicht wirtschaftlich zu führen sei, wolle man verkaufen.

Was wird in der Feldkirchner Straße gebaut? Ein Raum- und Funktionsprogramm für das Bezirksgericht Klagenfurt, die Kriminalabteilung des Landesgendarmeriekommandos sowie Büroräumlichkeiten des Arbeitsinspektorates wurde erstellt, hinzu kommen noch Geschäftsflächen, externe Büroflächen, Ordinationen und Eigentumswohnungen. Die Projektkosten wurden vom BIG-Geschäftsführer Hartwig Chromy mit 50 Mio. Euro beziffert. Der Umfang der 1. Bauphase umfasst 20.500 Quadratmeter Nettogrundrissfläche, die zweite Bauphase 10.000.

Der Spatenstich soll im Frühjahr 2004 erfolgen. Die Bauzeit wird rund zwei Jahre dauern.

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