Milchbauern haben Quote 2002/03 um 91.445 t überliefert

Zusatzabgabe von EUR 32,6 Mio. fällig - Belastung von 17,5 Cent je kg

Wien (AIZ) - Die österreichischen Milchbauern haben im (am 31.03.) zu Ende gegangenen Quotenjahr 2002/03 ihre Molkerei-Anlieferungsquoten um insgesamt 91.445 t überschritten. Damit wird eine Zusatzabgabe von EUR 32,6 Mio. fällig. Zum Vergleich:
Im Vorjahr war eine "Superabgabe" von EUR 34,8 Mio. zu entrichten. Die Abgabe wird von den Molkereien beim Milchgeld einbehalten und von der Agrarmarkt Austria nach Brüssel überwiesen. Nachdem zahlreiche Landwirte ihre Quote nicht ausgeschöpft, sie also unterliefert haben, reduziert sich die Zusatzabgaben-Belastung je kg überlieferte Milch auf 17,5 Cent. Dies geht aus vorläufigen Berechnungen der AMA hervor.

Für das Quotenjahr 2002/03 stand eine Anlieferungs-Garantiemenge von 2,614.482 t zur Verfügung. Inklusive der Umwandlung von Direktvermarktungsquoten (D-Quoten) in Anlieferungs-Referenzmengen war insgesamt eine Quote von rund 2,633.020 t verfügbar. Tatsächlich wurden aber 2,652.838 t Milch an die Molkereien geliefert (vorläufiger Wert). Die mit der A-Quote vergleichbare fettkorrigierte Anlieferung beträgt 2,724.465 t. Daraus ergibt sich eine saldierte Überlieferung von 91.445 t, die Quotenlinie wurde somit um 3,47% überschritten. Multipliziert mit 0,35627/kg Milch errechnete die AMA daraus eine Zusatzabgabe von EUR 32,6 Mio.

Die einzelbetrieblichen Quoten-Unterlieferungen reduzieren bekanntlich die Zusatzabgabenbelastung für die Überlieferer. Laut AMA wird die Summe dieser Unterlieferungen bei 2,3% der einzelbetrieblich zugeteilten Referenzmenge liegen, das entspricht 60.000 t. Inklusive der nationalen Reserve von rund 35.000 t stehen somit für die Zuweisung nicht genützter Anlieferungs-Referenzmengen voraussichtlich 95.000 t zur Verfügung. Damit verringert sich die durchschnittliche Belastung je kg überlieferte Milch auf 17,5 Cent. Die endgültigen Ergebnisse werden von der AMA am 18.06.2003 mitgeteilt.
(Schluss) kam

Rückfragen & Kontakt:

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0001