• 22.04.2003, 12:27:00
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Milchbauern haben Quote 2002/03 um 91.445 t überliefert

Zusatzabgabe von EUR 32,6 Mio. fällig - Belastung von 17,5 Cent je kg

Wien (AIZ) - Die österreichischen Milchbauern haben im (am 31.03.)
zu Ende gegangenen Quotenjahr 2002/03 ihre
Molkerei-Anlieferungsquoten um insgesamt 91.445 t überschritten.
Damit wird eine Zusatzabgabe von EUR 32,6 Mio. fällig. Zum Vergleich:
Im Vorjahr war eine "Superabgabe" von EUR 34,8 Mio. zu entrichten.
Die Abgabe wird von den Molkereien beim Milchgeld einbehalten und von
der Agrarmarkt Austria nach Brüssel überwiesen. Nachdem zahlreiche
Landwirte ihre Quote nicht ausgeschöpft, sie also unterliefert haben,
reduziert sich die Zusatzabgaben-Belastung je kg überlieferte Milch
auf 17,5 Cent. Dies geht aus vorläufigen Berechnungen der AMA hervor.

Für das Quotenjahr 2002/03 stand eine Anlieferungs-Garantiemenge
von 2,614.482 t zur Verfügung. Inklusive der Umwandlung von
Direktvermarktungsquoten (D-Quoten) in Anlieferungs-Referenzmengen
war insgesamt eine Quote von rund 2,633.020 t verfügbar. Tatsächlich
wurden aber 2,652.838 t Milch an die Molkereien geliefert
(vorläufiger Wert). Die mit der A-Quote vergleichbare fettkorrigierte
Anlieferung beträgt 2,724.465 t. Daraus ergibt sich eine saldierte
Überlieferung von 91.445 t, die Quotenlinie wurde somit um 3,47%
überschritten. Multipliziert mit 0,35627/kg Milch errechnete die AMA
daraus eine Zusatzabgabe von EUR 32,6 Mio.

Die einzelbetrieblichen Quoten-Unterlieferungen reduzieren
bekanntlich die Zusatzabgabenbelastung für die Überlieferer. Laut AMA
wird die Summe dieser Unterlieferungen bei 2,3% der einzelbetrieblich
zugeteilten Referenzmenge liegen, das entspricht 60.000 t. Inklusive
der nationalen Reserve von rund 35.000 t stehen somit für die
Zuweisung nicht genützter Anlieferungs-Referenzmengen voraussichtlich
95.000 t zur Verfügung. Damit verringert sich die durchschnittliche
Belastung je kg überlieferte Milch auf 17,5 Cent. Die endgültigen
Ergebnisse werden von der AMA am 18.06.2003 mitgeteilt.
(Schluss) kam

Rückfragehinweis:
AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, mailto:pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

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