Dirnberger: Pensionsreform führt zu vermehrter Arbeitslosigkeit

Letzte Pensionsreform brachte einen Sockel mehr Arbeitslose

Wien (OTS) - AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB-FCG-Fraktion) fordert in der aktuellen Pensionsdebatte eine Evaluierung der Folgen der letzten Pensionsreform der Regierung aus dem Jahre 2000 im Hinblick auf den Arbeitsmarkt. Der von den Wirtschaftsforschern wegen der Erhöhung des Pensionsantrittsalters diagnostizierte starke Anstieg bei der Arbeitslosigkeit sollte für die Regierung doch endlich Anlass sein, auf deren Hinweise zu hören, wonach die schrittweise Erhöhung des Pensionsantrittsalters der letzten Pensionsreform 2000 zu einer zusätzlichen Erhöhung der Zahl der Arbeitslosen geführt hat.

Dirnberger bereiten die Auswirkungen auf die Jugend Sorgen: „Eine besonders betroffene Gruppe sind die Jungen, vor allem im Alter von 20 bis 25 Jahren, die nach der Ausbildung ohne Hoffnung auf einen frei werdenden Job warten. Jobs für die Jungen statt Arbeitszwang im Alter, das hat die Leitlinie in der Debatte um das Pensionsantrittsalter zu sein!“

Dirnberger zeigt sich entsetzt über die offensichtlich rein vom Budgetstift dirigierte, die Folgen auf die Betroffenen völlig ignorierende eiskalte Haltung: „Wenn uns schon die schrittweise Anhebung auf 61 ½ Jahre bei Männern und 56 ½ Jahre bei Frauen in den letzten Jahren einen steigenden Sockel an Arbeitslosen beschert hat, wie kann der Kanzler die Kritiker dieses Pensionsanschlages so abkanzeln, das Schicksal der Menschen einfach ignorieren? Diesen Menschen dann in einem weiteren Vorschlag die Notstandshilfe zu nehmen und sie mit der Sozialhilfe der Gemeinden abzuspeisen, damit auch noch in der örtlichen Gemeinschaft zu stigmatisieren, wie weit sind wir gekommen, wie verkommen ist diese Geisteshaltung?“

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