Auch Pensions"reform"opfer müssen Regierungspropagande mitfinanzieren

Sozial-Landesrat Josef Ackerl kritisiert Inseratenserie der Bundesregierung

"Als wären die dramatischen Einkommensverluste im Zuge der geplanten schwarzblauen Pensionskürzungsaktion nicht bitter genug. Nun müssen die Betroffenen mit ihren Steuern auch noch jene Regierungspropaganda mitfinanzieren, die ihnen ihre Verluste als politische Großtat verkaufen will," kritisiert Sozial-Landesrat Josef Ackerl die aktuelle Inseratenserie der Bundesregierung. Wen wundert es da noch, dass die Experten am sogenannten "Österreich-Telefon" - entgegen den Ankündigungen im Inserat - nur in den seltensten Fällen auch wirklich welche sind.

Mit Inseraten unter dem Titel "Wir sichern die Pensionen für die Zukunft" wirbt die schwarzblaue Bundesregierung derzeit für ihre sogenannte Pensionsreform. Am - von Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr kostenlos - erreichbaren "Österreich-Telefon" stünden Experten für alle Fragen zur Verfügung. Als "Etikettenschwindel im doppelten Sinne" bezeichnet diese aus Steuergeldern finanzierte Aktion Sozial-Landesrat Ackerl.

Erstens handelt es sich bei dieser sogenannten "Pensionssicherung" um eine reine Pensionskürzungsaktion. Zweitens stehen diese Experten f laut Auskunft eines Mitarbeiters dieser Hotline Y nur montags und nicht wie aus dem Inserat ersichtlich Montag bis Freitag zur Verfügung. Dass die Dienstag bis Donnerstag eingesetzten "Nicht-ExpertInnen" mit vielen Fragen überfordert sind, liegt auf der Hand. So können Sie ebenso wenig Auskunft über die Zuschüsse des Bundes zu den Pensionen geben, wie über die Gesamthöhe der prozentuellen Kürzungen bei einem konkreten Pensionsfall durch die Reform. Dies kann aber keinesfalls den großteils freien MitarbeiterInnen der Hotline angelastet werden, die vermutlich nur im bekannten "Husch-Pfusch" Stil der Bundesregierung eingeschult wurden.

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