OÖ-Fußballpräsident gegen gemeinsame Liga mit der Schweiz

Leo Windtner spricht sich gegen Plan von Bundesligavorstand Westenthaler aus und kritisiert Teamchef Krankl

Linz (OTS) - Bundesliga-Vorstand Peter Westenthaler setzt sich weiterhin vehement für eine gemeinsame Meisterschaft mit der Schweiz ein.
Doch die Gegenstimmen werden immer lauter. Jetzt geht auch OÖ-Fußball-Präsident Leo Windtner in die Offensive: "Eine gemeinsame Liga mit der Schweiz? Halte ich für nicht attraktiv. Das Zuschauerinteresse würde dadurch sicher nicht gesteigert werden. Es ist für die Vereine auch eine Kostenfrage."

Für Windtner sind andere Dinge vorrangig: "Die heimischen Talente müssen endlich bei den Spitzenvereinen in Österreich Fuß fassen können. Im U17-Bereich haben wir große Erfolge, mit der U19-Nationalelf sind wir hervorragend unterwegs. Das hilft aber alles nichts, wenn die Spitzenklubs hier nicht umdenken. Ich verweise auf ein Beispiel: Roland Linz, eines unserer größten Stürmertalente, sitzt bei der Austria auf der Tribüne, kommt in Prag nicht im U21-Team zum Einsatz, weil Hans Krankl meint, er brauche ihn fürs A-Team. Und beim A-Team erhält Linz dann wieder keine Chance. Wie wir mit unseren Hoffnungsträgern verfahren - so kommt man nicht an die internationale Reife heran."

Klingt da auch Kritik an Teamchef Krankl durch? Windtner: "Es ist ja kein Geheimnis, dass er der Wunschkandidat der Bundesliga war. Man hat sich halt gefügt. Krankl hat Stärken im emotionalen Bereich. Aber in der Entwicklungsarbeit ist er noch weit mehr gefordert. Und das ist nicht unbedingt seine primäre Sache."

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