BauAkademie startet als führender Bildungsanbieter der Bauwirtschaft durch

Ziel ist Sicherung des Ausbildungsstatus und der Wettbewerbsfähigkeit - 6.000 bis 8.000 Teilnehmer pro Jahr erwartet

Wien (PWK230) - Unter neuem Namen - "BauAkademie" - und mit vereinheitlichten Bildungsinhalten starten die bisherigen Lehrbauhöfe der Bauwirtschaft durch. An sieben Standorten werden seit Jahresbeginn 2003 auf Initiative der Bauwirtschaft Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen koordiniert. "Mit der Schaffung der BauAkademie geht es der Bauwirtschaft um die Sicherung des Ausbildungsstatus auf hohem Niveau und damit um deren Wettbewerbsfähigkeit. Und eine ausreichende Qualifizierung ist gerade in der Bauwirtschaft eine Überlebensfrage", betonte heute, Donnerstag, der Bundesinnungsmeister der Bundesinnung Bau, Johannes Lahofer, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Gesamtkoordinator der BauAkademie, Christian Schützinger, und dem Geschäftsführer der Bundesinnung Bau, Manfred Katzenschlager. Durch die Vereinheitlichung der Lehrbauhöfe und die Aktualisierung und Spezifizierung des Angebotes könne aktuellen Trends in der Aus- und Weiterbildung Rechnung getragen werden. Die Ausbildungsschienen in der Bauwirtschaft würden nun optimal für die Zukunft ausgerichtet werden, so Lahofer.

Ganz besonders wolle sich die BauAkademie um den Graubereich zwischen Lehrlingsausbildung und Unternehmerprüfung kümmern, so Schützinger. Als Beispiel nannte der Baumeister, etwa Kurse zu neuen Management-und Marketingmethoden oder Fachseminare in neuen Bautechnologien. Kernzielgruppe der BauAkademie sei neben den Lehrlingen das Bauhaupt-und Baunebengewerbe. Darüber hinaus, so Schützinger, würden nun auch Ziviltechniker, Facilitymanager, Behörden oder auch Firmen mit Baunähe zur erweiterten Zielgruppe zählen. In Zahlen sei pro Jahr mit 6.000 bis 8.000 Teilnehmern zu rechnen. Gerade in Hinblick auf die EU-Erweiterung müsse man die Zielgruppe erweitern und bilateral denken und damit die Ausbildungsstätten den neuen Kollegen aus den baldigen Mitgliedsländern öffnen. Im Austausch wolle man die Idee der 1977 gegründeten Lehrbauhöfe in den Osten exportieren.

Vor dem Hintergrund des mangelnden Facharbeiternachwuchses sei die BauAkademie ein Signal in die richtige Richtung. So ist seit 1998 die Anzahl der Lehrlinge in der Baubranche stark sinkend. Waren es vor fünf Jahren noch ca. 4.100 Lehrling, so sind es jetzt rund 3.000. "Trotz steigender Bemühungen des Baugewerbes und einer deutlich höheren Lehrlingsentschädigung müssen wir eklatante Rückgänge in Kauf nehmen", betonte Lahofer. Um den Ausbildungsstandard zu halten und weiter auszubauen, gebe es daher eine Reihe von Kooperationen, u.a. mit den WIFI´s, den Fachhochschulen und Universitäten. Besonders wichtig sei die Zusammenarbeit mit dem AMS und dem Sozialpartner, der Gewerkschaft Bau Holz, weil die Baubranche durch saisonal bedingte Arbeitslosigkeit besonders betroffen sei.

Dem Baugewerbe ist diese Form der Ausbildung einiges wert: Jährlich flossen in den Betrieb der Lehrbauhöfe ca. 5,5 Mio Euro, der nun für den Betrieb der BauAkademie gewidmet wird. Unterstützung, gerade in Hinblick auf die Lehrlingsproblematik, erwartet sich die Bundesinnung Bau von Seite der öffentlichen Hand. Die Fahrt der Lehrlinge zum und vom Lehrbauhof müsse nun endlich als Freifahrt, wie für jeden anderen in Ausbildung befindlichen und eine Schule besuchenden Jugendlichen gelten. Die Hilfe für die Betroffenen sei groß, während die Auswirkungen für das Budget, insbesondere den Familienlastenausgleichsfonds minimal sei, unterstrich Katzenschlager. (us)

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