Österreichischer Tierschutzverein zum Welttierversuchstag am 24. April: Fraglicher Fortschritt durch Tierversuche

Wien (OTS) - Viele Hoffnungen in der medizinischen Forschung knüpfen sich an Tierversuche. Neue Studien beweisen, dass die tödlichen Experimente mit Tieren wenig oder gar keinen Erfolg bringen.

Jährlich müssen ca. 100 Millionen Versuchstiere weltweit sterben. Allein in Österreich wurden im Jahr 2001 rund 150.000 Tiere für Experimente "verwendet". Versuche mit tödlichem Ausgang stellen angesichts der Qualen noch immer einen Befreiungsakt für die Tiere dar. Von Versuchen betroffen sind in Österreich aber nicht nur Mäuse, Kaninchen oder Schweine. Die offizielle Tierversuchsstatistik weist auch Pferde, Meerkatzen oder Affen auf.

Hauptargument der Befürworter von Tierversuchen sind angebliche Fortschritte in der Medizin. Damit werden falsche Hoffnungen auf Kosten der Tiere geschürt. Die Ergebnisse von Tierversuchen sind nämlich zum Großteil nicht auf den Menschen übertragbar. Eine neuere Analyse von Nebenwirkungen bei Medikamenten beweist diesen Umstand:
Die schädlichen Wirkungen beim Menschen decken sich nur zu rund 15 % mit denen bei Versuchstieren!

Millionen von Versuchstieren mussten in der AIDS- genauso wie in der Krebsforschung bereits ihr Leben lassen. Trotzdem konnte bislang kein greifbarer Erfolg präsentiert werden. Die Entdeckung des AIDS-Virus, der AIDS-Test und die gegen AIDS verwendeten Medikamente beruhen allesamt auf tierversuchsfreien Untersuchungen.

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