"profil": Verhaftung des Arkan-Mörders war eine Panne

Verhafteter Dragan N. wurde auch in Österreich gesucht - kann vorerst nicht ausgeliefert werden - Mann mit identem Namen sagte bei Hager Kriegsverbrechertribunal aus

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, besteht gegen Dragan N., den am Mittwoch dieser Woche verhafteten mutmaßlichen Mörder des serbischen Milizenführeres Zeljko Raznatovic alias "Arkan", wegen des Verdachts mehrere Einbrüche begangen zu haben, seit 1990 auch in Österreich ein Haftbefehl. Die zuständige Untersuchungsrichterin verweigerte deshalb die Auslieferungshaft. Der vorbestrafte N. wurde in U-Haft genommen und muss nun abwarten, ob er in Wien vor Gericht wird und gegebenenfalls hier eine Haftstrafe absitzen muss.

N. war 2001 in Belgrad für den Mord an Milizchef Arkan in Abwesenheit zu 15 Jahren verurteilt worden. Ein Jahr später sagte ein Mann seines Namens als Zeuge vor dem Haager UN-Kriegsverbrechertribunal gegen seinen den ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic aus. Dieser Zeuge wurde unmittelbar nach seiner Aussage in einem Zeugenschutzprogramm untergebracht.

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