"profil": Algerien-Vermisste: Aufenthaltsort von 11 Geiseln bekannt

Verhandlungen mit Entführern laufen - Geiseln in getrennten Gruppen in mehreren Lagern - Deutsche von übrigen Geiseln getrennt

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Freitag erscheinenden Ausgabe berichtet, haben algerische Suchtrupps sichere Nachrichten über ein Lager mit elf der 31 in der Sahara Vermissten erhalten. Unter ihnen könnten sich acht der zehn Österreicher befinden.

Die Geiselnehmer der Touristen, die in zumindest zwei getrennten Lagern festgehalten werden, seien durch die ständigen Überflüge von Suchmannschaften nervös geworden, heißt es. Beduinen hätten die Entführer und elf Geiseln nachts beim Verlassen ihres Lagers beobachtet.

Um die mittlerweile angebahnten Verhandlungen mit den Entführern führen zu können, werden diese von den algerischen Behörden offiziell nicht als Geiselnehmer bezeichnet: Es ist lange geübte Praxis der algerischen Behörden, gegenüber Geiselnehmern keine Zugeständnisse zu machen.

Dass in diesem Fall von den algerischen Behörden mit den Entführern dennoch Gespräche über mögliche Bedingungen für die Freilassung der Geiseln geführt werden, ist auf die große internationale Aufmerksamkeit zurückzuführen, die das Verschwinden der 31 Touristen ausgelöst hat.

Angeblich sind die 15 deutschen von den 16 anderen Geiseln getrennt worden. Das nährt Spekulationen, nach denen die Aktion gegen Deutschland gerichtet ist und ihr Ziel sein könnte, vier in der Bunderepublik kürzlich verurteilte algerische Terroristen aus der Haft freizupressen.

Rückfragen & Kontakt:

"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO0001