VSStÖ: Nur kosmetische Korrekturen bei Studienförderungs-"Novelle"

Wien (SK) Wenig begeistert zeigt sich der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) über den von Bildungsministerin Gehrer angekündigten Entwurf zur Novelle der Studienförderung. VSStÖ-Spitzenkandidatin Patrice Fuchs Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst in einer ersten Reaktion: "Für das, was Gehrer hier vorschlägt, ist Novellierung ein Euphemismus. Nicht einmal eine Inflationsanpassung ist vorgesehen". ****

Der VSStÖ kritisiert auch die Vorgangsweise der Ministerin, eine Novelle per Presseaussendung zu präsentieren, ohne dass der Entwurf für InteressensvertreterInnen zugänglich ist. Die versprochene Erhöhung der Beihilfe für Studierende mit Kind sei mit 192€/Jahr bestenfalls ein "Tröpfchen auf den heißen Stein". Fuchs: "Als Sozialreferentin der Bundes-ÖH und als studierende Mutter kenne ich die reale Situation vieler Betroffener - da wäre eine Erhöhung von 192€ monatlich, nicht jährlich notwendig".

Auch mit den angekündigten Erweiterungen bei den Studienabschlussstipendien ist der VSStÖ nicht zufrieden: "Ohne Rechtsanspruch ist das Studienabschlussstipendium ein Roulettespiel, wenn Menschen ihren Beruf aufgeben müssen, ohne zu wissen, ob sie ein Stipendium erhalten", kritisiert Fuchs.

Die versprochene Ausweitung der Studienbeihilfe anlässlich der Einführung der Studiengebühren habe dazu geführt, "dass es jetzt über 5.000 Studienbeihilfe-BezieherInnen weniger gibt. Wir fordern daher eine völlige Neukonzeption der Studienförderung. Wenn Gehrer sich ernsthaft mit dem Bericht zur sozialen Lage der Studierenden befasst hätte, müsste sie weitgehende Änderungen und eine deutliche Erhöhung der Fördertöpfe durchsetzen", schloss Fuchs. (Schluss) cs/vs/mp

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