AMA: Zu Ostern 50 Mio. fertig gefärbte Eier verspeist

2002 um 10% mehr Eier im Handel verkauft - Mehr Freilandeier vermarktet

Wien (AIZ) - In Österreich wird nicht nur bei frischen, ungefärbten Eiern Top-Qualität angeboten, zusätzlich versorgen auch vier Färbereien den Ostermarkt mit über 50 Mio. gefärbten Ostereiern. Wie die Agrarmarkt Austria Marketing GesmbH. berichtet, werden in den Monaten Jänner bis April von den im Lebensmittelhandel verkauften Eiern rund 7% bereits gefärbt gekauft. "Die Färbereien in Österreich konnten nun auch die Konsumenten und den Handel von der hohen Ostereier-Qualität überzeugen. Auch wenn gefärbte Ostereier meist eine Nuance teurer angeboten werden, sind die standardisierte Färbequalität und die gleichmäßig gekochten Eier ausschlaggebend für den großen Erfolg. Für heuer erwarten wir einen Zuwachs im Vergleich zum Selberfärben", erklärt Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA-Marketing.

In Österreich wurden laut RollAMA im Jahr 2002 insgesamt im Lebensmittel-Einzelhandel (LEH) rund 482 Mio. Eier aus österreichischer Produktion verkauft. Das sind fast 44 Mio. oder rund 10% mehr als 2001 verkauft wurden. Zusätzlich werden fast nochmals so viele Eier in der Direktvermarktung ab Hof gekauft. Das Preisniveau blieb ungefähr gleich (rund 17 Cent pro Stück). Farbeier konnten mit einem Durchschnittspreis von rund 20 Cent einen kleinen Vorteil erzielen. Ihr Marktanteil liegt in den ersten vier Monaten bei rund 7% aller im LEH verkauften Eier.

Anteil von Freilandeiern um 12% gestiegen

Betrachtet man die Einkäufe im Handel nach Haltungsformen, so ergibt sich laut RollAMA folgendes Bild: Im Vergleich zu 2001 stieg 2002 der Anteil von Freilandeiern um 12% auf rund 160 Mio. Stück, während Eier aus Bodenhaltung um 6% auf 102 Mio. zulegen konnten. Deutliche Steigerungen (+16%) verzeichnete die Nachfrage nach besonders großen Eiern ("XL"). Noch stärker war nur der Anstieg bei der Gewichtsklasse L: Hier gab es fast um ein Drittel mehr Nachfrage (+26%) auf 241 Mio. Stück. Somit war jedes zweite Ei der Klasse "L" zuzuordnen.

Umfrage: Einzelei-Kennzeichnung wird von Konsumenten begrüßt

Ab 01.01.2004 wird die Einzelei-Kennzeichnung in der EU verpflichtend sein. Dabei wird bei der Verpackung auf jedes einzelne Ei ein spezieller dreiteiliger Code aufgebracht. Zum Beispiel bedeutet der Aufdruck "2 AT 1234567" auf einem Ei folgendes: AT ist das Kürzel für das Herkunftsland Österreich, die Ziffer 2 davor ist der Code für die Haltungsform Bodenhaltung (0 = Bio, 1 = Freiland, 3 = Käfig) und die Nummer danach steht für einen bestimmten landwirtschaftlichen Betrieb.

Eine neue Gallup-Studie hat untersucht, wie die Österreicher mit dieser Kennzeichnung umgehen. Bereits jetzt begrüßen fast die Hälfte der Befragten grundsätzlich die Kennzeichnung einzelner Eier. Während 60% das Kürzel AT für Herkunft Österreich problemlos erklären können, ist nur eine Minderheit in der Lage, den Code für die Haltungsform und die Betriebsnummer richtig zuzuordnen. Trotzdem wird die Kennzeichnung für informativ und geeignet gehalten, Sicherheits- und Qualitätsaspekte für die Konsumenten zu erhöhen. Weitere Hinweise in punkto Frische sind bereits jetzt auf jeder Packung ersichtlich.

"Hier werden wir noch verstärkt an der Information für die Konsumenten arbeiten. Ziel ist, dass durch den Aufdruck von Haltungsform und Herkunft auf Verpackung und Ei für den Konsumenten die Kaufentscheidung erleichtert wird. So kann jeder Einzelne durch bewussten Einkauf dazu beitragen, Qualität, Herkunft und Haltungsform zum Kriterium für das Angebot im Lebensmittelhandel zu machen. Beim AMA-Gütesiegel und selbstverständlich bei Bio-Eiern ist die Käfighaltung verboten", erläutert Mikinovic.
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