Wüstenrot: Erst das Geld, dann die Menschen

Wien (AKNÖ) – Mit einer einseitigen Kündigungsaktion verärgert die Wüstenrot AG zahlreiche ihrer Kunden zutiefst. Die Konsumenten hatten bei der Volksfürsorge Jupiter Versicherung, die von Wüstenrot übernommen wurde, eine Arbeitslosenversicherung abgeschlossen.

In der Konsumentenschutzabteilung der Niederösterreichischen Arbeiterkammer (AKNÖ) laufen die Telefone heiß. Zahlreiche Konsumenten beschweren sich über die Kündigung ihrer Versicherungsverträge. "Diese Menschen haben diese Versicherung abgeschlossen, um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein. Jahrelang haben sie brav ihre Prämien eingezahlt. Jetzt, wo sie die Versicherungsleistung in Anspruch nehmen müssten, geht die Versicherung einfach her und kündigt die Verträge. Und warum? Nur, weil es sich für sie nicht mehr rentiert", ist Thomas Grünberger, Konsumentenschützer in der Niederösterreichischen Arbeiterkammer (AKNÖ) empört. Diese Vorgehensweise zeigt einmal mehr, wie manche Versicherungen zu ihren Versprechen stehen und auch wie wenig wert, der Einzelne für die Unternehmen ist, ist Grünberger ernüchtert.

Leider gibt es kein rechtliches Mittel, um gegen diese Kündigung vorzugehen. Die Versicherungsbedingungen besagen nämlich, dass der Vertrag von beiden Seiten jeweils zum Ende der Versicherungsperiode eines Versicherungsjahres gekündigt werden kann. Für den Konsumentenschützer aber stellt sich die Frage nach der Moral: "Ich kann doch nicht jahrelang Prämien einkassieren und dann, wenn wirtschaftliche Probleme auftauchen und meine Versicherungsnehmer arbeitslos werden, die Versicherung so einfach kündigen."

Auch AKNÖ-Präsident Josef Staudinger stellt angesichts derartiger Methoden die Frage, wie Versicherungsunternehmen dann erst mit dem Produkt "private Vorsorge" umgehen werden – vor allem dann, wenn es um die Auszahlung geht. Er zeigt sich noch optimistisch, dass Versicherungsunternehmen die Konsumenten in diesen Fällen nicht im Regen stehen lassen werden.

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