Gehrer: Studienförderung wird weiter verbessert

Bildungsministerium schickt Novelle zum Studienförderungsgesetz in Begutachtung

Wien (OTS) - Das Bildungsministerium stellt jährlich 145 Mio. € für die Studienförderung zur Verfügung. Damit ist sichergestellt, dass jeder, der studieren möchte und die nötigen Voraussetzungen erbringt, auch studieren kann. "Die Ergebnisse der letzten Studierenden-Sozialerhebung und die laufende Evaluierung haben gezeigt, dass für einzelne Studierendengruppen Verbesserungen notwendig sind. Neben berufstätigen Studierenden sind dies vor allem Studierende mit Kind und behinderte Studierende. Mit dem heute versendeten Entwurf der Novelle zum Studienförderungsgesetz werden Verbesserungen im Bereich der Studienförderung vorgenommen und, wie auch im Regierungsprogramm festgelegt, bestehende Hürden in der Studienförderung beseitigt", erklärte heute Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.*****

Im Begutachtungsentwurf ist vorgesehen, dass für behinderte Studierende, die Anspruchsdauer auf Studienbeihilfe um bis zur Hälfte der vorgesehenen Studienzeit verlängert werden kann. Für Studierende mit Kindern, die vergleichsweise höhere Kosten für Wohnen und Kinderbetreuung zu bestreiten haben, soll die Beihilfe um jährlich 192 € erhöht werden. Eine Ausweitung der Studienabschlussstipendien soll, neben der steuerlichen Absatzbarkeit der Studienbeiträge, Erleichterungen für berufstätige Studierende bringen. Der für die Studienförderung zu erbringende Studienerfolg wird nach dem European Credit Transfer System - als Maßstab für die jährliche Arbeitsleistung von Studierenden - für alle Bildungseinrichtungen einheitlich bewertet. Eine Erleichterung für Studierende wird die automatische Neuberechnung der Studienförderung ab dem zweiten Antragsjahr bringen. So ist künftig nur mehr der Erstantrag, danach aber kein jährliches Neuansuchen um Förderung mehr notwendig. "Dies ist durch die Vernetzung mit der Finanzverwaltung und der Studien-und Prüfungsverwaltung möglich und bedeutet weniger Amtswege, raschere Bearbeitung und damit eine effizientere und serviceorientiertere Verwaltung", so Gehrer weiter.

Stellungnahmen zur Studienförderungs-Novelle sind bis zum Ende der Begutachtungsfrist am
28. Mai möglich. Gleichzeitig mit der Novelle zum Studienförderungsgesetz gibt das Bildungsministerium die Publikation "Materialien zur sozialen Lage der Studierenden" heraus. Diese enthält neben einer Zusammenfassung der Ende März präsentierten IHS-Studie und einer CD-Rom mit der Langfassung auch eine Darstellung der Studienförderung in Österreich und deren Entwicklung seit 1999. Die "Materialen zur sozialen Lage der Studierenden" werden auch dem Parlament übermittelt.

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