Haupt: Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung ist Bundesregierung wichtiges Anliegen

Tagung der Bundesplattform "Nationaler Aktionsplan für soziale Eingliederung" im BMSG

Wien (VK/BMSG/OTS) - Anlässlich der heutigen Tagung der Bundesplattform "Nationaler Aktionsplan für soziale Eingliederung" unterstrich Vizekanzler und Sozialminister Mag. Herbert Haupt die enorme Bedeutung der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung in Österreich. Haupt: "Gerade bei diesem entscheidenden Thema ist es sehr wichtig, dass alle Beteiligten ihre Maßnahmen aufeinander abstimmen, damit unter Bündelung aller Kräfte gemeinsam auf dieses Ziel hingearbeitet werden kann." Mit der Institutionalisierung der Bundesplattform für soziale Eingliederung wurde das breitest mögliche Dialogforum durch die Einbindung aller gesellschaftlich relevanten Akteure geschaffen - bei seiner nunmehr dritten Tagung werden heute sowohl die Umsetzungsschritte des ersten "Nationalen Aktionsplanes" (2001-2003), als auch die Erstellung des zweiten NAP (2003-2005) reflektiert. ****

Der Vizekanzler betonte in seinem Referat vor der Bundesplattform das gute Abschneiden Österreichs im EU-Vergleich. So liegt etwa die Armutsgefährdungsquote in Österreich bei 12 Prozent, während der EU-Durchschnitt bei 15 Prozent angesiedelt ist, und auch der Personenanteil, der dauerhaft armutsgefährdet ist, liegt mit 7 Prozent (Österreich) deutlich unter dem EU-Schnitt von 9 Prozent. Die Langzeitarbeitslosigkeit, einer der wesentlichsten Faktoren für soziale Ausgrenzung, ist in unserem Land sogar um zwei Drittel geringer als im EU-Durchschnitt. Auch in vielen anderen Bereichen, darunter das Bildungs- und Ausbildungssystem, nimmt Österreich günstigere Positionen als die meisten anderen EU-Staaten ein. Haupt:
"Unser soziales Netz ist dicht geknüpft, und wir wollen im Verbund mit der Europäischen Union alles dazu beitragen, dass dies auch so bleiben kann. Denn damit wir unser ausgezeichnetes Sozialsystem erhalten, dürfen wir uns vor demografischen und sozialen Entwicklungen nicht verschließen, sondern müssen dieser Herausforderung aktiv begegnen."

Weiters erwähnte Haupt in seiner Rede das besondere Augenmerk in der Pensionssicherung hinsichtlich armutsgefährdeter Menschen, vor allem, was die Ausgleichszulagenbezieher/innen betrifft, die erfolgreiche Beschäftigungsoffensive der Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen - die "Behindertenmilliarde" -, sowie auch die vielen familienpolitischen Maßnahmen, die in den letzten Jahren gesetzt wurden, insbesondere das "Kindergeld".

"Die Armutsbekämpfung geht uns alle an - sie hängt nicht nur von den gesetzlichen Rahmenbedingungen ab, ebenso wichtig ist eine effiziente und bedarfsausgerichtete Verwaltung und nicht zuletzt auch die Tätigkeit der gemeinnützigen Organisationen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass das bewusste Miteinbeziehen der Armutsfrage auch in der neuen Bundesregierung Einzug in sämtliche Bereiche halten wird", so der Vizekanzler und Sozialminister abschließend. (Schluss) bxf

Rückfragen & Kontakt:

Vizekanzleramt und Bundesministerium für soziale
Sicherheit und Generationen
Pressesprecher Gerald Grosz
Tel.: (++43-1) 53115-2141
gerald.grosz@bmsg.gv.at
http://www.bmsg.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSO0001