Ökonom Schneider bestätigt Kelag-Position

Forderung nach ausreichenden Eigenerzeugungs- und Transportkapazitäten

Klagenfurt (OTS) - Zur Sicherung des österreichischen Stromwettbewerbs fordert Kelag-Vorstand Dr. Hermann Egger die Ausstattung der Kelag mit ausreichenden Eigenerzeugungskapazitäten. "Die heute in der APA veröffentlichten Forderungen von Prof. Schneider zur so genannten "ÖSL" unterstützten die Position der Kelag vollinhaltlich. Als Kelag bekennen wir uns zum freien Wettbewerb auf dem österreichischen Strommarkt, und wollen im Interesse der Kunden nicht nur auf dem bestehenden Markt, sondern in Gesamtösterreich als Mitbewerber auftreten können." Dazu, so Egger, sei es aber unabdingbar, dass die Kelag-Eigenerzeugung deutlich gestärkt werde und deshalb die ÖSL entsprechend Erzeugungskapazitäten an die Kelag abtritt.

Mit einer Eigenerzeugung, die die Nachfrage bei den bestehenden Kunden abdeckt und darüber hinaus auch noch die Kelag als relevanten Player ausstattet, seien faire Preise und Dienstleistungen für die privaten, gewerblichen und industriellen Kunden sichergestellt. "Dann sind wir in der Lage, auch in Zukunft neben der ÖSL als attraktiver Anbieter auf dem österreichischen Markt zu agieren. Deshalb müssen Wasserkraftwerke an die Kelag abgetreten werden", sagt Egger.

Außerdem braucht die Kelag den Zugang zu ausreichenden Kapazitäten im österreichischen Höchstspannungsnetz. "Diese Leitungskapazitäten sind Voraussetzung für den Stromaußenhandel. Hier benötigen wir den gesicherten Zugang zum europäischen Markt. Es kann doch nicht sein, dass die Kelag bei diesen Geschäften auf die Netzgesellschaft der ÖSL angewiesen ist, dem größten Konkurrenten auf dem österreichischen Markt", erklärt Egger.

Mit dem gesicherten Zugang zum österreichischen Höchstspannungsnetz und einer starken, eigenen Wasserkraftbasis ist die Kelag in der Lage, den Wettbewerb zu sichern, im Interesse aller Stromkunden in Österreich. Die düstere Alternative wäre ein de-facto-Monopol der ÖSL mit einem ausgeklügelten Beherrschungssystem in allen Bereichen (Erzeugung, Netz, Vertrieb) und Preisdiktaten für alle Kundengruppen. "Wir gehen jedoch davon aus, dass die EU-Kommission die österreichischen Stromkunden schützen wird und der ÖSL letztlich strenge Auflagen erteilt, um den Wettbewerb in Österreich zu sichern", sagt Egger.

Egger widerspricht der immer wieder geforderten Beteiligungsentflechtung in einem zentralen Punkt: "Die Entflechtung der Beteiligungen ändert nichts an der Wettbewerbssituation. Am Beispiel der Kelag zeigt sich, dass es sich bei der Position unseres Aktionärs "Verbund" an unserem Unternehmen, um eine finanzielle aber nicht um eine strategische oder wettbewerbsrelevante Beteiligung handelt. Wir werden diese Position auch in unserer Stellungnahme gegenüber den Brüsseler Behörden formulieren und gehen davon aus, dass unsere Forderungen in die Auflagen für die so genannte "ÖSL" einfließen", so Egger abschließend.

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Dr. Hermann Egger
Kelag-Vorstand
Tel.: 0463/525-1261

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