SP-Haider: Pensionsraub würde auch der Wirtschaft zwei Milliarden im Jahr kosten

Anschlag auf Kaufkraft nicht nur unchristlich, sondern auch wirtschaftspolitisch kurzsichtig

Linz (OTS) - „Die geplanten Pensionskürzungen sind eine bisher noch nie dagewesene Geringschätzung der Arbeitnehmer in diesem Land. Dass die ÖVP nicht die Partei der kleinen Leute ist, ist aber nicht wirklich eine Überraschung. Jetzt beweist die Unternehmerpartei ÖVP aber erneut, dass es auch mit ihrer Wirtschaftskompetenz nicht weit her ist: Der schwarz-blaue Pensionsraub ist nicht nur unchristlich, sondern auch wirtschaftspolitisch extrem kurzsichtig!“, zeigt SPÖ-Landeschef Erich Haider auf.

„Es wäre zum ersten Mal, dass massive Kürzungen der Kaufkraft als Ankurbelung für die Wirtschaft dienen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Gibt es Pensionskürzungen im Ausmaß von zehn Prozent, dann fließen grob geschätzt mindestens zwei Milliarden Euro weniger in die Wirtschaft. Und das zu einem Zeitpunkt, wo die Wirtschaft rasche Wachstumsimpulse braucht! Die Pensionskürzungen, die Schwarz-Blau plant, bedeuten in einigen Jahren im Schnitt bereits um bis zu 30 Prozent weniger Pension. Wer jeden Cent für die Altersvorsorge zusammenkratzen muss, fällt für den Konsum aus“, so der SP-Landeschef.
Die schon jetzt mit starken Rückgängen kämpfende Reisebranche etwa wäre akut bedroht: Ein Viertel der rund 2,7 Milliarden Euro, die von Österreichs Reisebüros derzeit im Jahr umgesetzt werden, kommt von den Älteren. Und auch die Kaufkraft der Jüngeren würde sinken, wenn man weiß, dass viele Anschaffungen nur durch die Unterstützung von Eltern und Großeltern möglich werden, die dann als „Sponsoren“ ausfallen.
„Wenn ÖVP-Chef Pühringer jetzt Alternativmodelle von der SPÖ haben will, um darüber diskutieren zu können, dann ist das nur ein doppeltes Spiel“, zeigt Landeshauptmann-Stv. Erich Haider erneut auf. „Die SPÖ Oberösterreich hat im Landtag beantragt, das oö. Pensionsmodell mit Harmonisierung und gleitenden Übergangsregelungen über 25 Jahre als Beispiel für den Bund heranzuziehen. An einer Diskussion war Pühringer nicht interessiert, ÖVP und FPÖ lehnten kurzerhand ab. „Schwarze Bundestreue war einmal mehr wichtiger als die Interessen der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher“, stellt Erich Haider fest.
„Mit dem Volksbegehren, das wir nach Ostern starten, wollen wir Druck auf die Bundesregierung ausüben, diesen zutiefst unsozialen, aber auch wirtschaftspolitisch unvertretbaren Kürzungswahnsinn zu stoppen! Ich bin überzeugt, dass wir dabei nicht nur die breite Unterstützung der älteren Generation, sondern aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die aller längerfristig planendernWirtschaftstreibender haben werden. Die für die Einbringung notwendigen 8000 Unterschriften werden wir in kürzester Zeit gesammelt haben. Und es gibt bereits Signale der Unterstützung aus anderen Bundesländern“, schließt LH-Stv. Erich Haider.

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