Ruttinger: "Ausgerechnet das Finanzministerium will Gratis-Präsentation ..."

Wirbel um eine Ausschreibung der Kommunikations-Kampagne des Ministeriums - FV Werbung spricht sich vehement gegen Praxis der Gratis-Präsentation aus

Wien (PWK 216) - Eine Ausschreibung des Finanzministeriums erhitzt derzeit die Gemüter in der heimischen Werbebranche und deren Standesvertretung. Wörtlich heißt es dort: "Für die Bearbeitung und Abgabe des Angebots wird dem Bieter keine Vergütung gewährt. Ebenso werden für Beilagen, die der Bieter dem Angebot beigefügt hat, keine Kosten ersetzt."
Walter Ruttinger, Obmann des FV Werbung, spricht im Zusammenhang mit der Einladung zu Gratis-Präsentationen von einer unprofessionellen Vorgangsweise seitens des Ministeriums. Es könne nicht angehen, dass der Forderung auf Verzicht von Gratis-Präsentationen, die die Standesvertretung der Werber bereits in der Vergangenheit wiederholt erhoben hatte, so der Todesstoß versetzt würde.
"Zwar verstößt das Finanzministerium mit seinem Begehr nach kostenlosen Agentur-Leistungen gegen keine geltende gesetzliche Bestimmung", weiß Thomas Gams, stellvertretender Fachverbandsobmann. "Allerdings existieren in unserer Branche klare Richtlinien -insbesondere wenn es um öffentliche Ausschreibungen geht." In diesem Zusammenhang ruft der Fachverband auch zur Branchen-Solidarität gegen Begehrlichkeiten nach Gratis-Agenturleistungen auf.

Derzeit werden die Ausschreibungsunterlagen des Ministeriums von der Standesvertretung und der im Fachverband angesiedelten Agentur Anwaltschaft Austria nach strengen sachlichen und fachlichen Kriterien geprüft. "Sollten wir dabei unsere Befürchtungen bestätigt finden, erwarten wir selbstverständlich die Rücknahme der gegenständlichen Ausschreibung und deren Neufassung auf professioneller Basis", so Ruttinger und Gams unisono.

Nichtsdestotrotz nimmt der Fachverband die Gelegenheit zum Anlass, die Erfüllung folgender Forderung massiv einzumahnen: "Keine kostenlosen Vorleistungen und Präsentationen - Kreativleistungen sind zu honorieren!"
Der Fachverband bietet dem/der für die Ausschreibung Verantwortlichen im Ministerium jedenfalls jetzt schon ein kostenloses Beratungsgespräch mit Spitzenrepräsentanten der Branche an. (JR)

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